Transkranielle Magnetstimulation

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Transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist eine Neurostimulations- und Neuromodulationstechnik, bei der ein elektromagnetisches Feld im Gehirn erzeugt wird. Bei ausreichender Größe und Stromdichte des elektrischen Feldes kommt es zur Depolarisierung von Neuronen. Bei wiederholter Anwendung kann es zur Veränderung kortikaler Erregbarkeit (erhöhte oder verminderte Erregbarkeit) kommen, die auch nach der Stimulation anhalten. Dies wiederrum führt zu Verhaltensänderung und bietet therapeutisches Potential.


Grundlagen

Es gibt drei verschiedene Varianten der Anwendungvon TMS. Variante

  • Eins ist die single-pulse TMS. Hierbei wird jeweils nur ein Stimulus abgefeuert. Single-pulse TMS dient beispielsweise der Lokalisierung motorkortikaler Outputs, der Untersuchung zentralmotorischer Übertragungszeiten und der Untersuchung kausaler Chronometrien von Gehirn-Verhaltens-beziehungen.
  • Zweitens, gibt es die Möglichkeite gepaarte Impulse zu senden, das heißt jeweils zwei Stimuli werden-getrennt durch zeitlich variable Intervalle- abgeschossen.
  • Und endlich die repetitive TMS. Hierbei wird eine Reige von TMS-Impulsen in einer bestimmten Zeit abgefeuert.

Klinische Anwendung

Repetitive TMS (rTMS) wird als vielversprechende Methode zur noninvasiven Behandlung (neuro)psychiartrischer Störunen angesehen, darunter: Depression, akute Manie, bipolare Störungen, Panikstörungen, Halluzinationen, Tics und Zwänge, Schizophrenie, Katatonie, posttraumatische Belastungsstörung, Craving, Parkinson, Dystonie, Spastiken, Stottern, Tinnitus, Aphasie und motorische Einschränkungen der Hand nach Schlaganfällen, neuropathische Schmerzen, viszerale Schmerzen und Migräne.