Zombiedroge

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Als Zombiedroge wird ein schwarzgraues Pulver bezeichnet, welches angeblich im haitianischen Voodoo von Zombiezauberern eingesetzt werden kann, um Menschen in Arbeitssklaven zu verwandeln.

Mit der Zusammensetzung und Wirkung des Giftes beschäftigte sich zum ersten Mal ausführlich und in einem Wissenschaftskontext der Ethnobiologe Wade Davis. Dieser fand, dass die meisten Bestandteile des Giftes auf der ganzen Insel gleich waren und nur einige Inhaltsstoffe, wie Taranteln oder verschiedene Reptilienteile, variierten, abhängig davon auf welchem Teil der Insel es hergestellt worden war. Als fixe Inhaltsstoffe wurden pflanzliche, tierische und menschlich Substanzen gefunden, diese waren: zermahlene Samen der Concombre zombi (= Zombiegurke, Datura stramonium und Datura metel), verbrannte und zermahlene menschliche Überreste, eine Agakröte (Bufo marinus), einen Ringelwurm und eine oder mehrere Spezies des Kugelfisches. Davis ging davon aus, dass das Kugelfischgift für die Zombiefizierung verantwortlich sei. Diese Hypothese, sowie die gesamte Feldforschung Davis' sind jedoch bis heute umstritten.[i] (Achtung: Bitte nicht nachkochen!)

Der Zombie in der Philosophie

In der Philosophie bezeichnet man ein Wesen, welches alle Attribute eines Menschen besitzt—mit Ausnahme des Bewusstseins—als Zombie.

 



[i] Rudgeley, R. (1999). Lexikon der psychoaktiven Substanzen. Ein kulturhistorischer Trip. Deutsche Erstausgabe, 2. Auflage: München, Econ & List.

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