Validation

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Was ist Validation?

Validation ist eine Methode zum Verständnis und würdevollen Umgang mit sehr alten, verwirrten Menschen. Die Methode lässt sich auf Naomi Feil (*1932) zurückführen. Basierend auf Erik Eriksons Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung macht Feil ein "allerletztes" Stadium aus:  "Verarbeiten versus Vegetieren". Dieses Stadium tritt bei Menschen ein, wenn: kein flexibles Verhaltensrepertoire besteht, an überholten Rollen festgehalten wird, Gefühle nicht bewältigt wurden und vor allem keine Integrität entwickelt wurde. Folge dessen ist Rückzug zum einen und kognitive Leistungseinbußen zum anderen.

Die vier Stadien der Desorientierung:

Stadium I: Mangelhafte Orientierung-unglückliche Orientierung an der Realität
Stadium II: Zeitverwirrtheit-Verlust der kognitiven Fähigkeiten
Stadium III: Sich wiederholende Bewegungen- Ersatz von Sprache
Stadium IV: Vegetieren-totaler Rückzug nach innen

Validation kann in jedem Stadium zielführend angewandt werden.

Validationstechniken:

Eigenes Zentrum finden (S I-IV)
Wer-, was-, wo-, wann-, wie-Fragen (S I-III)
Zusammenfassen (S I-III)
Bevorzugtem Sinnesorgan zuwenden (S I-III)
Polarität (S I-III)
Helfen sich das Gegenteil vorzustellen (S I)
Erinnern (S I)
Berührungen (S II-IV)
Blickkontakt (S II-IV)

Modulation der Stimme (S II-IV)
Emotionen Beobachten (S II&III)
Gestik, Mimik, Atmung anpassen (S II&III)
Mit Gefühlen auf Emotionen reagieren (S II&III)
Zweideutigkeit (S II&III)
Zusamenhang zw. Verhalten und Bedürfnissen  suchen (S II-IV)
Musik (S II-IV)
Spiegeln (S III)

Gruppenvalidation:

Zusammensetzung der Gruppe:
Zuweisen von Rollen
Vorsitzende/r, GastgeberIn, VorsängerIn, emotionale Leitung usw.

Phasen der Gruppensitzung:
Geburt: Energie schaffen
Leben: Problemlösung
Ende: Schaffung optimistischen „Wir“-Gefühls


Literatur


Feil, N. (1992). Validation. Ein neuer Weg zum Verständnis alter Menschen. 2. Auflage: Wien, Altern & Kultur.

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