Kognitiv

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Was kognitiv im Alltagsverständnis bedeutet

Meist werden mit dem Begriff "kognitiv" all jene Aspekte zusammengefasst, die sich auf das Denken eines Menschen beziehen. Dennoch ist eine genauere Definition für ein umfassenderes Verständnis des Wortes sinnvoll. Geistige Aktivität im Sinne von Denken ist in der Regel ein bewusster Vorgang. Kognitive Prozesse schließen allerdings auch unbewusste geistige Vorgänge mit ein, weshalb Sie "kognitiv" nicht mit "gedacht" gleichsetzen können. Der Begriff "kognitiv" ist insofern in einer viel umfassenderen Weise zu verstehen. So gehören zu den kognitiven Fähigkeiten eines Menschen etwa die Fähigkeiten zu lernen, zu planen, sich zu konzentrieren, sich etwas vorzustellen, sich zu erinnern, aber auch etwas zu glauben oder zu wollen.

Im Allgemeinen geht es bei kognitiven Prozessen also immer um mentale Vorgänge und die Verarbeitung von Informationen, die es ermöglichen, das Wahrgenomme und Gedachte zu verarbeiten. Im Alltag reicht eine kurze Begriffserklärung wie diese meist vollkommen aus, um zu verstehen, was "kognitiv" heißt und um das Wort selbst im richtigen Sinne zu verwenden. Sobald Sie sich aber dem Bereich der Wissenschaften zuwenden, sollten Sie eine noch genauere Definition heranziehen. Was der Begriff in der Wissenschaft heißt

Während der Begriff "kognitiv" einerseits in einer sehr umfassenden Weise verwendet wird, ist seine Verwendung andererseits nicht vollkommen einheitlich. Im Bereich der Wissenschaften sollten Sie folgende Hinweise beachten. Zunächst sollten Sie wissen, dass der Begriff "kognitiv" in unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen - wie zum Beispiel in der Psychologie, in der Rechtswissenschaft oder im Marketing - ganz unterschiedliche Konnotationen haben kann. Was kognitiv im Einzelnen heißt, hängt insofern stark von dem jeweiligen Kontext oder Bezugsrahmen ab, indem das Wort jeweils verwendet wird. Die Frage ist dabei stets, welche Art von Informationen wo, wie und welcher Weise verarbeitet wird. Um den Begriff möglichst exakt zu verstehen, sollten Sie das Wort daher nie vollkommen isoliert betrachten, sondern die allgemeine Begriffserklärung von "kognitiv" zu dem Fachbereich sowie zu dem jeweiligen Text bzw. Thema, bei dem es auftaucht, in Beziehung setzen. Wenn Sie sich generell für kognitive Vorgänge beim Menschen interessieren und mehr darüber lernen wollen, sollten Sie sich mit den Inhalten der Kognitionswissenschaft befassen, welche sich die Erforschung und Thematisierung dieser zu Ihrem Fachgebiet auserkoren hat.


Der Begriff kognitiv stammt aus der Psychologie und bezeichnet solche Funktionen des Menschen, die mit Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken, also der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung in Zusammenhang stehen. Neben den kognitiven Funktionen sind die emotionalen Gesichtspunkte und der Bereich der Motive für die menschliche Erkenntnisverarbeitung von Bedeutung. Ein wesentlicher Teil der Problemgespräche zwischen Sozialarbeitern und Sozialpädagogen und ihren Klienten verläuft auf der kognitiven Ebene. Es sind auch kognitive Therapieformen (Sozialtherapie, Psychotherapie) entwickelt worden, in denen es darum geht, die Wahrnehmung einer Situation und den Umgang damit zu verändern.

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