Klinische Psychologie 2

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Vorlesung an der Universität Wien

Vorlesungsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Skriptfragen

Störungen des F4 Neurotische, Belanstungs- und somatoforme Störungen (S.7)

F40 -Phobische Störungen

  • Agoraphobie (ohne Panikstörung; mit Panikstörung)
  • Soziale Phobien
  • Spezifische isolierte Phobien
  • Sonstige phobische Störungen
  • Nicht näher bezeichnete phobische Störungen

F41 - Sonstige Angststörungen

  • Panikstörung
  • Generalisierte Angststörung
  • Angst und depressive Störung, gemischt
  • Sonstige gemischte Angststörung
  • Sonstige näher bezeichnete Angststörung
  • Nicht näher bezeichnete Angststörung

F42 - Zwangsstörungen

Zwangsgedanken

  • Zwangshandlungen
  • Zwangsgedanken und –handlungen gemischt
  • Sonstige Zwangsstörungen
  • Nicht näher bezeichnete Zwangsstörungen

F43 - Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen

  • Akute Belastungsreaktion
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Anpassungsstörung
  • Sonstige Reaktion auf schwere Belastung
  • Nicht näher bezeichnete Reaktion auf schwere Belastung

humanistischer Erklärungsansatz für Phobien (S.9)

In der humanistischen Denkrichtung wird von einer Abwehrhaltung gegen sich selbst gesprochen, die es dem Betroffenen unmöglich macht, seine eigenen Gedanken und Gefühle anzunehmen, weshalb massive Ängste entwickelt werden.

Wann wird die Diagnose einer Panikstörung gestellt? (S.12)

Laut DSM-IV kann die Diagnose Panikstörung dann gestellt werden, wenn nach dem erstmaligen Auftreten einer Panikattackelänger als 1 Monat die Angst vor einer erneuten Attacke besteht und die betreffende Person dadurch in ihrem Verhalten deutlich beeinträchtigt ist. Die Störung entwickelt sich meist zwischen der späten Adoleszenz und dem vierten Lebensjahrzehnt.

Ein-Jahres-Prävalenz: 2,3% der erwachsenen Bevölkerung.

Welche traumatischen Ereignisse gehören den Typ 1-Traumen zugeordnet? (S.17)

Typ I – Traumen -> kurzdauernde Traumen:
- Naturkatastrophen
- Unfälle
- Technische Katastrophen
- Kriminelle Gewalttaten wie Überfälle und Schusswechsel


Typ II – Traumen -> länger dauernde, wiederholte Traumen:
- Geiselhaft
- Mehrfache Folter
- Kriegsgefangenschaft
- KZ-Haft
- Wiederholte, sexuelle oder körperliche Gewalt in Form von Kindesmissbrauch, Kindesmiss-handlungen sowie wiederholten Vergewaltigungen

Phasen von Horowitz (S.24)

phasische Abfolge von Reaktionen nach dem Trauma:

  • „Phase des Aufschreies“: unmittelbar nach dem Trauma charakteristischen Flucht- bzw.Kampfreaktionen und die extreme physiologische Reagibilität genannt
  • Phasen der Intrusion und Verleugnung. Ist der Prozess der Oszillation beendet, sind die Erinnerungen weniger lebendig und die emotionalen Reaktionen weniger stark.
  • Phasen des "Durcharbeitens“: existierende Schemata und traumarelevante Informationen werden in Einklang gebracht.

Wann können die Symptome einer manischen Episode noch auftreten? (S.28)

  • Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
  • Magersucht (Anorexia nervosa)

Kennzeichen von der depressiven Episode (S.29)

  • leichte, mittelgradige und schwere Formen einer gedrückten Stimmung
  • Interessensverlust, Freudlosigkeit, Verminderung des Antriebs
  • Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldhafte Verarbeitung: Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit, die sich in eineminneren Dialo'gmanifestieren.
  • Selbstgefährdung: Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung oder Suizidhandlungen

Welche Symptome treten bei einer Depression auf (- nur die Überschriften)? (S.30)

  • Emotionale Symptome: Gefühle von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Ängstlichkeit, Verzweiflung, Schuld, Schwermut, Reizbarkeit, Leere, Gefühllosigkeit.
  • Psychologisch-vegetative Symptome: Energielosigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Weinen, Schlaf-störungen, Morgentief, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Libidoverlust, innere Unruhe, Spannung, Reizbarkeit, Wetterfühligkeit, allgemeine vegetative Beschwerden (Magenbeschwerden, Kopfdruck, etc.) -> Attribution spielt eine große Rolle!
  • Kognitive Symptome: -> im Sinne des inneren Dialogs: Grübeln, Pessimismus, negative Gedanken, Einstellungen und Zweifel gegenüber sich selbst, den eigenen Fähigkeiten, seinem Äußeren, der Um-gebung, der Zukunft, Suizidgedanken, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, schwerfälliges Denken, übermäßige Besorgnis um die körperliche Gesundheit.
  • Behaviorale/motorische Symptome: Verlangsamte Sprache und Motorik, geringe Aktivitätsrate, Vermeidung von Blickkontakt, Suizidhandlungen, kraftlose, gebeugte, spannungslose Körperhaltung oder nervöse, zappelige Unruhe, starre maskenhafte, traurige Mimik, weinerlicher, besorgter Ge-sichtsausdruck.

Bei welcher Störung kommt es zu einem Verlust des episodischen Gedächtnisses? (S.49)

dissoziative Amnesie

Welche Substanzen zählt man zu den Stimulantien? (58)

Koffein, Tabak, Kokain, Amphetamine

Welche Substanzen zählt man zu den Beruhigungsmitteln? (S.59)

  • Benzodiazepine
  • Barbiturate
  • (Opioide)

Was versteht man unter "abuse" / "misuse"? (S.61)

Im Rahmen der Klassifizierung (WHO) von Alkoholikern wird unter anderem bei den Alkoholikern zwischen Nichtsüchtigen und Süchtigen unterschieden. Die Nichtsüchtigen sind in diesem Zusammenhang Alkoholmissbraucher, die im englischen Sprachraum wie folgt weiter differenziert werden:

  • „misuse“: Einsatz einer Substanz, abweichend von dazu vorgesehenen Orten und Situationen
  • "abuse": Konsumation in einer, von der soziokulturellen Norm abweichenden Menge

Was versteht man unter einem beta-Trinker? (S.64)

gleichmässiger Konsumierer, Spiegeltrinker

Welche Auffälligkeiten treten bei der paranoiden Persönlichkeitsstörung auf? (S.70)

  • Misstrauen gegenüber anderen Menschen, deren Motive als böswillig ausgelegt wurden und von denen nur Schlechtes erwartet wird
  • Meinung, dass andere Menschen sie ausbeuten und schädigen wollen
  • Haben das Gefühl, dass andere sich gegen sie verschwören und von diesen Personen auch attackiert und verletzt werden
  • Der Umgebung wird eine feindselige Absicht unterstellt.
  • Betroffene vertrauen sich anderen Personen nur selten an
  • Suchen nur selten Kontakt zu ihrer Umgebung
  • Kränkungen und Verletzungen werden nicht vergessen und arten sogar in schwere Feindseligkeiten aus
  • Betroffene wirken oft rigide und haben das Bedürfnis ihre Mitmenschen zu kontrollieren
  • Hohe Komorbidität mit schweren depressiven Episoden und Alkohol- und anderem Substanzmissbrauch.
  • Paranoide PS kann auch Vorläufer einer Wahnhaften Störung oder Schizophrenie sein

Differentialdiagnose der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung (S.76)

???

Welche Symptome der Schizophrenie treten in der floride Phase auf? (S.84)

positive Symptome im Vordergrund

  • Wahnvorstellungen: Störungen des Denkinhalts, die sich auf bestimmte Ideen und Vorstellungen beziehen, von denen die Betroffenen zutiefst überzeugt sind; häufig Beziehungswahn, Verfolgungswahn und Größenwahn
  • Formale Denkstörungen: desorganisiertem Denken und Sprechen, gelockerte Assoziation und Zerfahrenheit im Denken, erreichen Denkziel nicht; bilden Neologismen (Wortneuschöpfungen) und tendieren zu Perseverationen (Wiederholungen) und Alliterationen (Reimbildung).
  • Halluzinationen: können sämtliche Sinnesmodalitäten betreffen, am Häufigsten jedoch akustische Halluzinationen.

Welche Typen der Schizophrenie werden im DSM-IV angeführt? (S.83)

  • Paranoider Typus
  • Desorganisierter Typus
  • Katatoner Typus
  • Undifferenzierter Typus
  • Residualer Typus

Welche Nebenwirkungen treten bei Neuroleptika auf? (S.89)

  • Parkinson-ähnliches Syndrom (Muskeltremor, Rigor)
  • Dystonien (unwillkürliche Muskelkontraktionen im Gesichts- und Rumpfbereich)
  • Akathisien (motorische Unruhe)
  • Spätdyskinesien (unwillkürlich ticähnliche Bewegungen des Mundes – wie Saugen, Schmatzen – sowie der Arme und Beine)

Welche Therapien zählt man zu den Sozialpsychologischen Ansätzen? (S.90)

  • Sozialtherapie
  • Familientherapie
  • Gemeindenahe Versorgung

Welche Erkrankungen zählen zu den degenerativen Hirnerkrankungen? (S.93)

  • Multiinfarktdemenz
  • Alzheimer‘sche Demenz
  • Parkinson
  • Chorea Huntington
  • Multiple Sklerose

Was versteht man unter Amnesie? (S.95)

Merkfähigkeits- / Gedächtnisstörung

Was versteht man unter Agnosie / ...? (S.95)

Störungen des Erkennens

- Aphasie (Störungen des Sprachverständnisses)
- Apraxie (Beeinträchtigungen im Ausführen von erlernten zweckmäßigen Handlungen)
- Agnosie (Störungen des Erkennens)
- Amnesie (Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörung)
- Alexie (Störung des Lesens)
- Agraphie (Verlust des Schreibvermögens)
- Akalkulie (Störungen beim Rechnen und im Umgang mit Zahlen)
- Anosmie (Riechstörung)

Wofür steht das "O" im SOK-Modell? (S.103)

  • Optimierung: charakterisiert die Ressourcen, die Mittel, die das Erreichen von Entwicklungszielen oder Entwicklungsresultaten ermöglichen.

Was stimmt? (S. 106)

Antwort war, dass die Hälfte aller pflegenden Personen selbst an Krankheiten leiden.

Was versteht man unter dem "Panoramawechsel des Krankheitsspektrums"? (S.108)

Verschiebung der vorherrschenden Krankheits- und Todesursachen steht im Mittelpunkt: Das Spektrum der Erkrankungen verschob sich im 20. Jhdt. Drastisch von den Infektionskrankheiten in Richtung chronisch-degenerativer Erkrankungen.

Rund 70% der gesamten Gesundheitsausgaben entfallen auf chronisch kranke Patienten.

Verhaltensmuster eines A-Typus (S.109)

  • schnelle, laute und akzentuierte Sprechweise
  • Ungeduld und kurze Antwortlatenz
  • Feindseligkeit
  • Wettbewerbsorientierung
  • hohe Zielorientierung

Welchen Namen verbindet man mit "Salutogenese"? (S.114)

Antonovsky

Folienfragen

Welche Nebenwirkungen treten bei den atypischen Neuroleptika auf?

  • Agranulozytose (=lebensbedrohliche Abnahme weißer Blutkörperchen)

Welche nicht-kognitiven Beeinträchtigungen treten bei demenziellen Erkrankungen auf?

  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Depressivität und Angst
  • Produktiv-psychotische Symptome
  • Verhaltensstörungen

Welche zählen zu den einfachen, vokalen Ticstörungen?

einfache:

  • Räuspern
  • Zungenschnalzen
  • Grunzen
  • Schniefen
  • Schmatzen
  • Hüsteln

komplexe:

  • Satz- u. Spruchäußerungen
  • Koprolalie
  • Palilalie
  • Echolalie

Wozu gehört Haloperidol (Haldol)?

Konventionelle Antipsychotika

irgendwas über Respiration

  • Messung von Atemfrequenz und Atemvolumen
  • Erreichung eines generellen Entspannungszustandes


ODER

  • Bauchatmung: größerer Atemluftaustausch in der Lunge bei gleicher Anstrengung; Anregung der Verdauung.
    Kontrolle: zusätzlich die Brustatmung aufzeichnen, sollte geringere Amplitude aufweisen als die der Bauchatmung (Positive Korrelation)

Tertiäropfer

Menschen, die von dem Trauma mittelbar betroffen sind, so zum Beispiel, wenn sie erst später am Einsatzort eintreffen oder mit dem Trauma der Primär- oder Sekundäropfer zeitlich verzögert konfrontiert werden. Teritäropfer wurden nicht mit den direkten Auswirkungen der traumatisierenden Situation konfrontiert. Sie wurden dem Ereignis nicht ausgesetzt, z.B. Familienmitglieder der Opfer oder der Einsatzkräfte.



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