Kapitel VIII Chemische Sinne

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 Geschmackssinn


  • Geschmacksorgane: Zunge—Papillen--Geschmacksknospen--Geschmacksrezeptoren
  • wird Geschmacksrezeptorzelle durch chem. Verbindung aktiviert → Veränderung Membranpotenzial (meist Depolarisation)=Rezeptorpotenzial –in Summation--> Aktionspotenzial → Ca2+-Kannäle öffnen sich, Ca2+ ins Cytoplasma
  • salzig: Geschmacksstoff Na+ passiert Ionenkanal (amiloridsensitiver Natriumkanal) direkt → Calziumkanäle öffnen sich → Ca+-Konzentration in Zelle ändert sich → Transmitterfreisetzung
  • sauer: H+ blokiert Kaliumkanäle → Calziumkanäle öffnen sich → Ca+-Konzentration in Zelle ändert sich → Transmitterfreisetzung
  • bitter, süß, umami (Aminosäuren): Geschmacksstoffe binden an G-Protein-gekoppelte Membranrezeptoren → aktivieren Phospholipase C → Verstärkung IP3-Synthese → Freisetzung von CA2+-Ionen aus Zellinternen Speichern → Öffnung Geschmacksspezifischer Ionenkanäle → Depolarisierung & Neurotransmitterausschüttung
  • Zentrale Geschmacksbahnen: Nucleus gustatorius → Nucleus ventralis posteromedialis → primärer gustatorischer Cortex


Geruch


  • Riechepithel: 1. Geruchsrezeptorzellen (=Neurone), Stützzellen, Basalzellen
  • Duftstoff → Bindung an Geruchsrezeptorprotein in Membran → Stimulierung G-Protein (Golf) → Bildung zyklisches AMP (cAMP) → Bindung cAMP an spezifischen Kationenkanal → Öffnung Kationenkanal & Einstrom Na+ & Ca2+ → Öffnen von Ca2+-aktivierten Chloridkanälen → Membrandopolarisation (Rezeptorpotenzial)
  • Geruchsbahnen: Riechkolben → Riechwulst → Thalamus → OFC, Riechkolben → Riechwulst → Riechrind und Temporallappenstrukturen
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