Elektroichthyotherapie

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Einige Fischarten sind in der Lage elektrischen Strom abzusondern, um damit ihre Beute zu betäuben oder gar zu töten. Süßwasserarten, die besonders starken Strom erzeugen können, sind: elektrische Katzenfische (Welse) wie sie in tropischen Flüssen Afrikas und im Niltal zu finden sind, sowie elektrische Aale (Zitteraal), die in den Flüssen Südamerikas heimisch sind. Was Salzwasserarten betrifft sind hier elektrische Rochen (Zitterrochen), welche in allen tropischen und Meeren der gemäßigten Breiten heimisch sind.

 

Wie aus Grabmalereien und Hieroglyphen hervorgeht, wussten bereits die alten Ägypter um die besondere Fähigkeit des elektrischen Katzenfisches, die sie zur Behandlung von Neuralgien, Kopfschmerzen und anderer Schmerzerkrankungen nutzten[i]. Die alten Griechen nannten den elektrischen Rochen „narke“, was den Ursprung des Wortes Narkose, also Betäubung, bildet[ii]. Die erste schriftliche Überlieferung der medizinischen Verwendung des „narke“ jedoch, entstammt einem Werk des römischen Arztes Scribonius Largus, namentlich Compositiones Medicae, 46 nach Christi Geburt. Hier wird der Fisch zur Behandlung von Gicht und Kopfschmerz verwendet.

Elektroichthyotherapie wurde in Europa bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gebraucht und findet in manchen Kulturen bis zum heutigen Tage Verwendung.



[i] Kane, K. & Taub, A. (1975). A history of local electric analgesia. Pain 1(2): 125-138.

[ii] Schechter, D.C. (1971a). Origins of neurotherapy. Part I. N.Y. State J. Med, May 15, 1114-1124.

 

nach Simpson, B.A. (2003). Electrical Stimulation and the Relief of Pain. Pain Research and Clinical Management, Vol. 15: Amsterdam, Elsevier.

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