Archiv:Allgemeine Psychologie 1

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Allgemeine Informationen zur Lehrveranstaltung

1. Studienabschnitt des Diplomstudiengangs Psychologie A298 an der Universität Wien

Wurde ersetzt durch Kognitions- und Emotionspsychologie I

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Prüfungsliteratur:

Eysenck und Keane: Cognitive Psychology Zusammenfassungen

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Welches bildgebende Verfahren ist am genauesten/besten in der zeitverarbeitung bis millisekunde genau?

• ERP und EEG
• PET (falsch)
• fMRI (falsch)

Was trifft zu Schlafstadien zu?
• Der Traumschlaf heisst REM Phase (richtig)
• Alpha Waves stehen für einen entspannten schläfrigen Zustand
• Es gibt mehrere Tiefschlaf und Traumstadien

Zu was dient das vestibuläre System?
• Gleichgewichtssinn (richtig)
• Schwerkraft (auch richtig)

Was trifft zu David. C. Marrs Theorie zu?
• Seine Theorie hieß computational theory of vision (richtig)
• Seine Theorie stellte eine dreidimensionale Betrachtung in Stufen dar (richtig)
• Texturgradienten und optische Flussmuster zwingen das Auge zu einer räumlichen Interpretation (falsch)

Welche Aussagen stimmen zum visuellen Wahrnehmen?
• Form, Farbe, Bewegung und Tiefe werden parallel verarbeitet (richtig)
• Form, Farbe, Bewegung und Tiefe werden gleichzeitig aufeinander folgend verarbeitet (falsch)
• Simultan laufen ein parietaler (Wo?) und ein temporaler Pfad (interpretation) ab (richtig)
• Es gibt primäre, sekundäre und tertiäre Projektionsfelder im Cortex (richtig)
• Es gibt ein eigenes Areal für Richtung und Geschwindigkeit (richtig)
Was stimmt zum Hintergrund-Figur Unterschied?
• Symmetrische Figuren werden als Figur wahrgenommen (richtig)
• Blaue wird als Hintergrund wahrgenommen (falsch)
• Schwarz wird als Hintergrund wahrgenommen (richtig glaub ich)
• Umschlossene Figuren werden als Figur wahrgenommen (richtig)
• Irgendwas mit Konvexen

Was stimmt zur Recognition by components theorie?
• Es gibt mehr als 1000 geone (falsch)
• Nach innen gewölbte Konturverläufe führen zu einer Segmentierung (richtig)
• Geons sind von irving Biedermann (richtig)
• Marr und Nishihara postulierten das Menschen und Tiere anhand von cones zusammengesetzt werden können (richtig)
• Diese Theorie findet ohne Gedächtniszugriff statt (falsch glaub ich)

Aussagen zur Gesichtswahrnehmung?
• Es konnte widerlegt werden das Gesichtswahrnehmung von Geburt an angeboren ist (falsch)
• Es gibt ein spezielle Neuron für die Gesichtwiedererkennung (richtig)
• Kinder waren bei einem schematisch Geischtsähnlichem Ding aktivierter (richtig)
Welche Tiefencues treffen nur bei 2m zu?
• Konvergenz der Augen (richtig)
• Akkomodation der Augen (richitg)
• Höhe im Gesichtsfeld (falsch)
• Querdisparation (falsch)
• Bewegung der Objekte (falsch)

Trotz ständiger Bewegung entsteht ein stabiler visueller Eindruck. Was ist dazu nötig?
• Vestibulookulärer Reflex (richtig)
• Optokinetischer Reflex (richtig)
• Nystagmus (k.A.)
• Reafferenzsystem (k.A.)
• Lidschlussreflex (falsch)

Welche 3 Farben sind laut trichomatischen Farbsehen entscheidend?
• Gelb (falsch)
• Blau (richtig)
• Grün (richtig)
• Rot (richtig)
• Violett (falsch)

Was ist ein Schallmerkmal?
• Tonhöhe (richtig)
• Lautstärke (richtig)
• Frequenz (richtig)
• Rauschen (falsch)

Was trifft auf die Mechanorezeptoren zu?
• Sie sind auch für Schmerzempfindung zuständig (falsch glaub ich)
• Die Homunculi Areale sind proportional zu den jeweiligen Körperteilen (richtig oder?)
• Die Mechanorezeptoren werden mit der 2 Punkte Schwelle gemessen (richtig)
• Waden und Oberschenkel haben besonders viele Mechanorezeptoren (falsch)

Was stimmt zur Aufmerksamkeit?
• Bottom down wird auch als goal driven bezeichnet (falsch)
• Kontrolle wird gleichzeit durch bottom up und top down prozesse durchgeführt (richtig)
• Bei der Frage wie alt sind diese Leute wird bottom up reagiert (falsch)

Was trifft auf das Flaschenhals Modell zu?
• Der Input entspricht 10 hoch 9 bits (richtig)
• Es kommt mehr Information an die Umwelt als aufgenommen wurde (falsch)
• Sie gehört zu den Filtertheorien (richtig)
• Selektive Filterung der Weiterleitung augrund der physischen Charakteristik der Stimuli (richtig)
• Die semantische Verarbeitung wird dadurch erschwert (falsch)

Modell des globalen Arbeitsspeichers?
• Teile des Netzwerke erfüllen Spezialleistungen (richtig)



1. Merkmale der Kognitiven Psychologie sind:
a. Paradigma der Informationsverarbeitung
b. Es werden nur Aussagen über das beobachtbare Verhalten getroffen.
c. Reduktion auf biologische Prozesse
d. Die Selbsterfahrung des Menschen steht im Vordergrund.
e. Bottom-up und Top-down Prozesse

2. Modelle der Cognitive Science sind:
a. Das Unterbewußte
b. Semantische Netzwerke
c. Konnektionistische Netzwerke
d. Produktionssysteme
e. Reiz-Reaktions-Schemata

3. Merkmale der Introspektion sind:
a. Die gezielte Beobachtung der eigenen mentalen Prozesse
b. Versuchspersonen wenden Kausaltheorien an oder entwickeln sie, um ihre Entscheidungen
zu erklären.
c. Die Introspektion dient der Untersuchung menschlichen Verhaltens (und von Sprache) unter
kontrollierten Bedingungen.
d. Die ablaufenden Prozesse sind von außen beobachtbar.
e. Vorstellungen von Versuchspersonen über komplexe Zusammenhänge können durch
introspektive Berichte erschlossen werden (z. B. im Lohausen-Experiment).

4 . Wodurch kennzeichnen sich künstliche neuronale Netzwerke?
a. Output ist die gewichtete Summe aller Input-units.
b. Sie bestehen aus unterschiedlichen Strukturen und Schichten.
c. Jeder Knoten des Netzwerkes repräsentiert ein Konzept.
d. Richtige Antworten des Netzes werden im Vorhinein programmiert.
e. Lernregeln verändern laufend die Stärke der Verbindungen zwischen den Knoten.

5. Was trifft auf die Kognitive Neuropsychologie zu?
a. Schädigungen des Gehirns betreffen typischerweise alle kognitiven Module (z. B.
Schlaganfall).
b. Annahme der Modularität des kognitiven Systems
c. Läsionsstudien und bildgebende Verfahren sind die wichtigsten Methoden.
d. Die meisten Patienten mit Gehirnschädigung können nicht sinnvoll nach Symptomgruppen
kategorisiert werden.
e. Aussagen über gesunde bzw. normale Personen (deren Gehirn nicht geschädigt ist), sind
nicht möglich.

6. Für eine besonders hohe zeitliche Auflösung (im Sekunden- bzw. Millisekundenbereich) können in
neuropsychologischen Experimenten folgende Verfahren eingesetzt werden:
a. PET (Positronenemmissionstomographie)
b. fMRI (Funktionale Magnetresonanztomographie)
c. ERP (Event related potential EEG)
d. MEG (Magnetenzephalographie)
e. Single-unit-recording




7. Welche Aussagen lassen sich über Schlafphasen machen?
a. Im wachen, aufmerksamen Zustand zeigen sich Alpha-Wellen.
b. Alle Schlafphasen sind etwa gleich lang.
c. Die Traumphasen werden auch als REM-Schlaf bezeichnet.
d. Während des Schlafes durchläuft man mehrere Tiefschlafphasen und mehrere Traumphasen.
e. Delta-Wellen sind typisch für entspannte, schläfrige Zustände.

8. Für welche Bereiche der Wahrnehmung ist das vestibuläre System zuständig?
a. Empfindung der Schwerkraft
b. Richtungshören
c. Schmerz
d. Bewegung im Raum
e. Berührung

9. Was trifft auf das Wahrnehmungsmodell von Gibson zu?
a. Sein Modell wird auch als Computational Theory of Vision bezeichnet.
b. Es handelt sich um den ökologischen Ansatz visueller Wahrnehmung.
c. Alle zur korrekten Wahrnehmung notwendigen Informationen sind in der Umwelt enthalten.
d. Im Bild vorhandene Texturgradienten oder optische Flussmuster erzeugen eine
dreidimensionale Wahrnehmung.
e. Wahrnehmung und Handlung sind voneinander unabhängig.

10. Wichtige biologische Grundlagen des Sehens – Welche Aussagen sind korrekt?
a. Informationen aus der rechten Hälfte des Wahrnehmungsbereichs werden in der linken
Gehirnhälfte verarbeitet.
b. Die lichtempfindlichen Zellen auf der Netzhaut sind im Bereich des Sehnervs am
zahlreichsten.
c. Die Sehnerven der beiden Augen kreuzen einander teilweise.
d. Die für das Farbsehen verantwortlichen Zapfen sind in der Fovea besonders zahlreich.
e. Mit dem linken Auge aufgenommene Informationen werden in der rechten Gehirnhälfte
verarbeitet.

11. Welche der folgenden Aussagen wären auf Grund der Gestaltgesetze richtig?
a. Unregelmäßige Formen werden gegenüber stereotypen Figuren (z. B. Kreisen) bevorzugt.
b. Waagrechte Reihen werden eher gebildet als senkrechte.
c. Objekte, die sich nahe beisammen befinden, werden meist als Teil derselben Form
empfunden.
d. Einander ähnliche Figuren werden öfter zu Reihen zusammengefasst als unterschiedliche
Symbole.
e. Synchron bewegte Objekte werden als Teil einer Gruppe empfunden.

12. Aufgrund welcher Merkmale werden Figur und Hintergrund unterschieden?
a. Vollständig umschlossene Flächen werden als Figur wahrgenommen.
b. Dunkle Flächen werden als Hintergrund gesehen.
c. Flächen mit konvexen Konturen werden als Figuren wahrgenommen.
d. Symmetrische Flächen werden als Figur gesehen.
e. Blaue Flächen werden als Hintergrund wahrgenommen.





13. Was trifft auf die Theorien zur Objektwahrnehmung zu?
a. Die Gestalt von Tieren bzw. Menschen ist laut Marr & Nishihara (1978) aus Zylindern
(„cones“) aufgebaut, sie können auf Grund ihrer unterschiedlichen Proportionen identifiziert
werden.
b. Die „Recognition-by-components Theory“ (Biederman, 1987) geht von verschiedenen
geometrischen Grundelementen („geons“) aus.
c. Es gibt mehr als 1000 verschiedene Geone.
d. Konkave (nach innen gewölbte) Konturverläufe führen zu einer Segmentierung von Figuren.
e. Die aus den Geonen aufgebauten Figuren werden ohne Zugriff auf Gedächtnis und
semantisches Wissen als konkrete Objekte interpretiert.

14. Welche der folgenden Aussagen über die Gesichtswahrnehmung sind richtig?
a. Kleinkinder reagieren auf schematische Gesichtsdarstellungen mit stärkerem Interesse als auf
andere Darstellungen.
b. In Experimenten mit Kleinkindern konnte die Vermutung, dass Gesichtswahrnehmung
angeboren ist, widerlegt werden.
c. Es existieren spezifische Neuronen, die auf die Darstellung von Gesichtern mit besonders
starker Aktivität reagieren.
d. Um 180° gedrehte Abbildungen von Gesichtern werden schwerer wieder erkannt.
e. Der Gesichtsinversions-Effekt bewirkt, dass die Gesichtszüge in um 180° gedrehten
Gesichtsdarstellungen immer verzerrt wirken.

15. Welche Tiefencues sind ausschließlich im Nahbereich (bis ca. 2 m) wirksam?
a. Querdisparation
b. Akkomodation der Augen
c. Konvergenz der Augen
d. Höhe im Gesichtsfeld
e. Relative Größe

16. Welche der folgenden Aussagen über optische Täuschungen sind richtig?
a. Im Nebel erscheinen Objekte näher.
b. Kinder überschätzen die Größe entfernter Gegenstände.
c. Die Einschätzung der Entfernung des Mondes vom Horizont beeinflusst die Einschätzung
seiner Größe.
d. Optische Täuschungen werden durch die Illusion eines räumlichen Kontextes verursacht.
e. Fehlen wichtige Hinweise auf räumliche Beziehungen (wie z. b. im Ames’schen Raum), führt
dies zu einer verzerrten Größenwahrnehmung.

17. Welche physiologischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit auch während
Bewegungen ein stabiler visueller Eindruck entsteht?
a. optokinetischer Reflex
b. vestibulookulärer Reflex
c. Lidschlussreflex
d. Nystagmus (Tremor)
e. Reafferenzprinzip

18. Welche der folgenden Eigenschaften sind wesentliche Dimensionen des Farbeindrucks?
a. Farbwert
b. Sättigung
c. „Kälte“ bzw. „Wärme“ des Farbtons
d. Auffälligkeit
e. Helligkeit

19. Welche Phänomene gelten als Nachweise der Gegenfarbentheorie?
a. Simultankontraste
b. Sukzessivkontraste
c. Farbenblindheit
d. Innere Nachbilder in der gleichen Farbe
e. Innere Nachbilder in der Gegenfarbe

20. Was sind psychische Faktoren der Lärmempfindung?
a. Zeitverlauf
b. emotional negativ besetzt
c. Ablenkungsgrad
d. Lautstärke
e. Lautcharakteristik

21. Was trifft auf die Körperwahrnehmung durch Mechanorezeptoren zu?
a. Homunculi stellen die Lage der Rezeptoren in Bezug auf die jeweiligen Körperteile im Gehirn
dar.
b. Die durch die Homunculi dargestellten Areale entsprechen den realen menschlichen
Körperproportionen.
c. Die Zwei-Punkte-Schwelle dient als Maß für die Dichte der Tastrezeptoren in einem Körperteil.
d. Wade und Oberschenkel verfügen über besonders viele Mechanorezeptoren.
e. Mechanorezeptoren sind auch für die Schmerzempfindung verantwortlich.

22. Was sind Grundannahmen bezüglich der Aufmerksamkeit?
a. Die Kontrolle der Aufmerksamkeit erfolgt sowohl durch Bottom-up Prozesse als auch durch
Top-down Prozesse.
b. Die Bottom-up Kontrolle ist für die Beantwortung konkreter Fragen zu Bildern (z. B. Wie alt ist die dargestellte Person?) entscheidend.
c. Die Bottom-up Kontrolle wird auch als „goal driven“ bezeichnet.
d. Bei der freien Betrachtung von Objekten (ohne Instruktion oder Frage) ist die Bottom-up
Kontrolle entscheidend.
e. Aufmerksamkeit wird sowohl intern (goal driven) als auch extern (stimulus driven) kontrolliert.

23. Was trifft auf das dichotische Hören zu?
a. Bei Experimenten zu diesem Thema werden Versuchspersonen aufgefordert, ihre
Aufmerksamkeit auf ein Ohr zu konzentrieren („shadowing“).
b. Die Versuchspersonen können auch die mit dem anderen Ohr aufgenommenen Informationen gut wiedergeben.
c. Veränderungen physischer Merkmale (z. B. Stimmwechsel von männlich zu weiblich) fallen
kaum auf.
d. Die Nennung des eigenen Namens lenkt die Aufmerksamkeit häufig auf das vorher nicht
beachtete Ohr.
e. Semantische Zusammenhänge lenkten die Aufmerksamkeit in manchen Experimenten auf
das vorher nicht beachtete Ohr.

24. Welche der folgenden Aussagen entsprechen dem Flaschenhals-Modell?
a. Der sensorische Input beträgt 109 bit/sec.
b. Die selektive Filterung erfolgt aufgrund der physischen Charakteristika der Stimuli
c. Die Filterung erschwert die weitere semantische Verarbeitung.
d. Die Menge der an die Umwelt abgegebenen Information entspricht der Größe des
Bewusstseinsinhaltes.
e. Es wird mehr Information an die Umwelt abgegeben, als ursprünglich aufgenommen wurde.
25. Was sind die wesentlichen Merkmale des Modells des globalen Arbeitsspeichers?
a. Es gehört zu den Synthesetheorien der Aufmerksamkeit.
b. Es gehört zu den Filtertheorien der Aufmerksamkeit.
c. Teile (Module) des Netzwerks erfüllen Spezialaufgaben
d. Die einzelnen Module des Netzwerks können jede beliebige Aufgabe erfüllen.
e. Verbindungsnetzwerk („Global Workspace“) koordiniert Aktivitäten

26. Worin besteht die Rolle des Frontalkortex bei der Aufmerksamkeitssteuerung?
a. Aufrechterhaltung aufgabenrelevanter Information
b. Sprachwahrnehmung
c. Selektive Aufmerksamkeitsausrichtung
d. Hemmung störender Information
e. Planung neuer Handlungssequenzen

27. Geteilte Aufmerksamkeit gelingt besonders gut, wenn …
a. … die Aufgaben eher leicht sind.
b. … die Aufgaben einander möglichst ähnlich sind.
c. … das Trainingsniveau gering ist.
d. … bestimmte Formen von Schädigungen des Frontalkortex vorliegen.
e. … mindestens eine motorische Fertigkeit benötigt wird.

28. Was sind die für das Gedächtnis wesentlichen Gehirnstrukturen, und welche Aufgaben haben sie?
a. Der Hirnstamm kontrolliert die emotionalen Reaktionen.
b. Der Hirnstamm kontrolliert das Aktivierungsniveau.
c. Das Großhirn dient der Speicherung und Klassifikation von Lerninhalten.
d. Der Hippocampus ist wesentlich für die Konsolidierung von Lerninhalten.
e. Das Limbische System kontrolliert vegetative Reflexe.

29. Im Experiment von Brenner (1973) saßen 11 Paare von Versuchspersonen im Kreis. Jeweils eine
Person musste ein Wort vorlesen, während die andere Person nur zuhören sollte.
Welche Beobachtungen wurden in diesem Experiment gemacht?
a. Die Versuchspersonen konnten das von ihnen selbst vorgelesene Wort am besten
reproduzieren.
b. Die Merkleistung der Personen, die nur zuhören sollten, war bei allen Wörtern besser.
c. Die Personen, die selbst ein Wort vorlesen mussten, konnten sich an die anderen Wörter
umso besser erinnern, je kürzer sie vor dem eigenen „Auftritt“ vorgelesen wurden.
d. Das Wiedererkennen der Wörter fiel den Versuchspersonen leichter als das Reproduzieren.
e. Die Ergebnisse des Experiments wurden auf die hohe Aktivierung der Personen beim
Vorlesen zurückgeführt.

30. Bei Beschädigung der Hippocampi kommt es zu Amnesien. Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
a. Eine Amnesie ist ein Gedächtnisverlust in Folge von Verletzung, Krankheit,
Drogenmissbrauch (und anderen Beeinträchtigungen des Gehirns).
b. Bei einer Beschädigung der Hippocampi kommt es zu einem Verlust des Altgedächtnisses,
d.h. der Gedächtnisverlust bezieht sich auf die Zeit vor der Beeinträchtigung.
c. Der Gedächtnisverlust ist dauerhaft.
d. Erkenntnisse über das Auftreten von Amnesien wurden bei Patienten gewonnen, denen die
Hippocampi operativ entfernt wurden (z. B. zur Behandlung von Epilepsie).
e. Die generelle Intelligenz der Person ist ab dem Auftreten der Amnesie stark beeinträchtigt.


31. Worin besteht der Speichermechanismus Langzeitpotenzierung?
a. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden geschwächt, wenn eine der beiden Zellen durch eine dritte Nervenzelle erregt wird.
b. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden Averstärkt, wenn beide gleichzeitig erregt sind.
c. Wird eine Nervenzelle von zwei Nervenzellen erregt, wird nur die Verbindung zu jener Zelle
verstärkt, die das höhere Aktivitätsniveau hat.
d. Wird eine Nervenzelle von einer anderen Nervenzellen erregt, speichert sie langzeitig diese
Erregung.
e. Wenn eine Nervenzelle nicht durch das Signal einer anderen Nervenzelle gehemmt wird, wird ihr Output auf Dauer immer größer.

32. Im Lernexperiment von Pirolli & Anderson (1985) mussten Versuchspersonen 25 Tage lang
einfache Sätze (z. B. Der Arzt erschoss den Rechtsanwalt.) lernen. Durch die Vorgabe von
korrekten und falschen Sätzen wurde täglich das Wissen der Versuchspersonen überprüft.
Was trifft auf dieses Experiment zu?
a. Die Zeit bis zur Entscheidung, ob der Satz gelernt wurde oder nicht, diente als Kriterium für
den Lernfortschritt.
b. Die Reaktionszeit nahm mit der negativen Potenz der Übungstage ab, d. h. sie wurde immer
geringer.
c. Der beobachtete Verlauf des Lernerfolges entspricht dem Potenzgesetz des Lernens („power
law of learning“). d. Nach einigen Übungstagen zeigte sich keine Verbesserung mehr.
e. Das Experiment widerlegte das Potenzgesetz des Lernens („power law of learning“).

33. Was sind gültige Theorien des Vergessens?
a. Prägungen werden im Erwachsenenalter automatisch gelöscht.
b. Nicht benötigtes Wissen wird in festen Intervallen aus dem Gedächtnis entfernt.
c. Auf Grund des Absterbens von Nervenzellen kommt es zum Verfall bzw. zur Löschung von
d. gespeicherten Inhalten. Interferenzen zwischen Speicherinhalten führen zur Überlagerung von alter durch neue Information.
e. Abrufstörung bzw. Zugriffsstörung verhindern das Erinnern an gemerkte Inhalte.

34. Im Experiment von Godden und Baddeley (1975) hatten Taucher Listen von Worten sowohl an
Land als auch im Wasser zu lernen. Geprüft wurden sie im jeweils gleichen oder in
verschiedenem Kontext. Was waren die wesentlichen Ergebnisse?
a. Es zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Versuchsbedingungen.
b. Wurden die Personen in dem Kontext geprüft, in dem sie gelernt haben, war die
Gedächtnisleistung wesentlich geringer.
c. Die Vergessenskurve entsprach nur an Land einer Potenzfunktion.
d. Die Ergebnisse entsprachen der „Hebb´schen Lernregel“.
e. Die Ergebnisse sprechen für die sogenannte „Enkodierungsspezifität“.

35. Welche Aussagen treffen auf das Ultrakurzzeitgedächtnis oder auf das Kurzzeitgedächtnis zu?
a. Das Ultrakurzzeitgedächtnis wird auch Sensorisches Gedächtnis genannt.
b. Informationen werden über einige Minuten hinweg im Kurzzeitgedächtnis behalten.
c. Im Kurzzeitgedächtnis werden ausschließlich bildliche Inhalte behalten.
d. Eine Person mit einem sog. „fotografischen“ Gedächtnis ist in der Lage, ein gesehenes
Beispielbild später wahrnehmungsgetreu zu beschreiben.
e. Ein besonders leistungsfähiges Ultrakurzzeitgedächtnis tritt fast ausschließlich bei
Erwachsenen auf.


36. Welche der folgenden Alternativen sind Komponenten des Arbeitsgedächtnisses?
a. Zentrale Exekutive
b. Semantisches Gedächtnis
c. Phonologische Schleife
d. Ikonischer Speicher
e. Episodisches Gedächtnis

37. Was sind korrekte Aussagen über das Langzeitgedächtnis?
a. Deklarative Gedächtnisinhalte werden als explizit, perzeptive und prozedurale Inhalte als
implizit bezeichnet.
b. Konditionierung und Fertigkeiten sind Inhalte des deklarativen Gedächtnisses.
c. Wort-, Objekt- und Raumformen gelten als Inhalte des perzeptiven Gedächtnisses.
d. Begriffe und Assoziationen zwischen ihnen sind Teil des semantischen Gedächtnisses und
können durch semantische Netzwerke dargestellt werden.
e. Episodische Inhalte werden im prozeduralen Gedächtnis gespeichert.

38. Welche der folgenden Effekte werden bei der Wissensaufnahme („Encoding“) wirksam?
a. Konsolidierungseffekt
b. Elaborationseffekt
c. Arousal-Effekt
d. Positionseffekt
e. Wiederholungseffekt

39. Welche der folgenden, im Experiment beobachteten Phänomene lassen sich auf den
Retrieval-Cue-Effekt zurückführen?
a. Figuren, die aus dem Gedächtnis nachgezeichnet werden sollten, ähnelten einem bei der
Vorgabe genannten Objekt (z. B. „Sieht aus wie eine Brille“) häufiger als in der
Kontrollbedingung ohne diesen Hinweis.
b. Ereignisse, die zusammen mit Merkmalen der Situation (z. B. Häufigkeit, Ort, beteiligte
Personen) notiert wurden, konnten mithilfe von drei dieser Merkmale nach 5 Jahren noch zu
60 % reproduziert werden.
c. Bei der Wiedergabe eines gelesenen Textes wurde nach drei Monaten knapp die Hälfte der
Aussagen reproduziert, während der Rest durch Schlussfolgerungen ergänzt wurde.
d. Die Merkleistung wird durch die Verknüpfung des zu lernenden Wortes mit einem dazu
vorgestellten Bild gesteigert.
e. Zu lernende Wörter werden besser im Gedächtnis behalten, wenn sie zuvor auf die eigene
Person bezogen wurden.

40. Welche Aussagen treffen auf die Mnemotechnik Hakenwort-Methode zu?
a. Die Hakenwort-Methode basiert auf dem Wiederholungseffekt.
b. Die Hakenwort-Methode basiert auf dem Imagery-Effekt.
c. Einer Ziffer entspricht jeweils ein bildlich vorzustellendes Objekt. Diese Objekte können
miteinander kombiniert werden, um sich eine zu merkende Zahl bildlich vorstellen zu können.
d. Die Hakenwort-Methode eignet sich ausschließlich für das Lernen mehrstelliger Zahlen.
e. Die Hakenwort-Methode verbessert die Merkleistung nur dann, wenn die Lernzeit für die
Entwicklung der bildlichen Vorstellung ausreicht (mind. 4 Sekunden).

Lösungen:
1 a - - - e
2 - b c d -
3 a b - - e
4 a b - - e
5- b c - -
6 - - c d e
7 - - c d -
8 a - - d -
9 - b c d -
10 a - c d -
11 - - c d e
12 a b c d -
13 a b - d -
14 a - c d -
15 - b c - -
16 - - c d e
17 a b - d e
18 a b - - e
19 a b c d -
20 - b c - -
21 a - c - -
22 a - - d e
23 a - - d e
24 a b - - -
25 a - c - e
26 a - c d e
27 a - - - -
28 - b c d -
29 a - - d e
30 a - c d -
31 - b - - -
32 a b c - -
33 - - c d e
34 - - - - e
35 a - - d -
36 a - c - -
37 a - c d -
38- b c d -
39 a b - - -
40 - b c - e



Bitte beschriften Sie diesen Bogen nicht und geben Sie ihn am Ende gemeinsam mit Ihrem ausgefüllten Antwortbogen ab!
Viel Erfolg!

1. Merkmale der Kognitiven Psychologie sind:
a. Die Selbsterfahrung des Menschen steht im Vordergrund.
b. Bottom-up und Top-down Prozesse
c. Paradigma der Informationsverarbeitung
d. Es werden nur Aussagen über das beobachtbare Verhalten getroffen.
e. Reduktion auf biologische Prozesse

2. Modelle der Cognitive Science sind:
a. Konnektionistische Netzwerke
b. Produktionssysteme
c. Das Unterbewußte
d. Semantische Netzwerke
e. Reiz-Reaktions-Schemata

3. Merkmale der Introspektion sind:
a. Versuchspersonen wenden Kausaltheorien an oder entwickeln sie, um ihre Entscheidungen
zu erklären.
b. Die Introspektion dient der Untersuchung menschlichen Verhaltens (und von Sprache) unter
kontrollierten Bedingungen.
c. Die gezielte Beobachtung der eigenen mentalen Prozesse
d. Die ablaufenden Prozesse sind von außen beobachtbar.
e. Vorstellungen von Versuchspersonen über komplexe Zusammenhänge können durch
introspektive Berichte erschlossen werden (z. B. im Lohausen-Experiment).

4. Wodurch kennzeichnen sich semantische Netzwerke?
a. Lernen stellt die Hinzufügung oder Veränderung von Verbindungen dar.
b. Jedes Netzwerk repräsentiert ein Konzept.
c. Jeder Knoten repräsentiert ein Konzept.
d. Verschiedenartige Verbindungen (ist-ein; hat-ein; ist-ähnlich-wie;) sind möglich.
e. Die Knoten und Verbindungen sind zu jedem Zeitpunkt gleich stark aktiv.

5. Was trifft auf die Kognitive Neuropsychologie zu?
a. Annahme der Modularität des kognitiven Systems
b. Die meisten Patienten mit Gehirnschädigung können nicht sinnvoll nach Symptomgruppen kategorisiert werden.
c. Aussagen über gesunde bzw. normale Personen (deren Gehirn nicht geschädigt ist), sind nicht möglich.
d. Läsionsstudien und bildgebende Verfahren sind die wichtigsten Methoden.
e. Schädigungen des Gehirns betreffen typischerweise alle kognitiven Module (z. B.
Schlaganfall).




6. Für eine besonders hohe zeitliche Auflösung (im Sekunden- bzw. Millisekundenbereich) können in neuropsychologischen Experimenten folgende Verfahren eingesetzt werden:
a. ERP (Event related potential EEG)
b. MEG (Magnetenzephalographie)
c. PET (Positronenemmissionstomographie)
d. fMRI (Funktionale Magnetresonanztomographie)
e. Single-unit-recording

7. Welche Aussagen lassen sich über Schlafphasen machen?
a. Während des Schlafes durchläuft man mehrere Tiefschlafphasen und mehrere Traumphasen.
b. Im wachen, aufmerksamen Zustand zeigen sich Alpha-Wellen.
c. Alle Schlafphasen sind etwa gleich lang.
d. Die Traumphasen werden auch als REM-Schlaf bezeichnet.
e. Delta-Wellen sind typisch für entspannte, schläfrige Zustände.

8. Für welche Bereiche der Wahrnehmung ist das vestibuläre System zuständig?
a. Richtungshören
b. Schmerz
c. Bewegung im Raum
d. Empfindung der Schwerkraft
e. Berührung

9. Was ist das Wahrnehmungsmodell von Marr?
a. Es handelt sich um die Computational Theory of Vision.
b. Eine dreidimensionale Repräsentation des wahrgenommenen Objektes wird in mehreren
Stufen aufgebaut.
c. Alle zur korrekten Wahrnehmung notwendige Information ist in der Umwelt enthalten.
d. Wahrnehmung und Handlung bedingen einander gegenseitig.
e. Im Bild vorhandene Texturgradienten oder optische Flussmuster erzeugen eine
dreidimensionale Wahrnehmung.

10. Was sind wichtige biologische Grundlagen des Sehens?
a. Visuelle Information wird im Kortex parallel nach den Aspekten Form, Farbe, Bewegung und Tiefe verarbeitet.
b. Es existiert ein eigenes Areal zur Richtungs- und Geschwindigkeitsbestimmung.
c. Im Cortex (Okzipitallappen) befinden sich primäre, sekundäre und tertiäre visuelle
Projektionsfelder.
d. Die Verarbeitung von Form, Farbe, Bewegung und Tiefe erfolgt zeitlich aufeinander folgend.
e. Die Reizverarbeitung erfolgt simultan auf einem parietalen Pfad (Lokalisation: „Wo?“) und
einem temporalen Pfad (Interpretation „Was?“).




11. Welche der folgenden Aussagen wären auf Grund der Gestaltgesetze richtig?
a. Objekte, die sich nahe beisammen befinden, werden meist als Teil derselben Form
empfunden.
b. Einander ähnliche Figuren werden öfter zu Reihen zusammengefasst als unterschiedliche
Symbole.
c. Unregelmäßige Formen werden gegenüber stereotypen Figuren (z. B. Kreisen) bevorzugt.
d. Waagrechte Reihen werden eher gebildet als senkrechte.
e. Synchron bewegte Objekte werden als Teil einer Gruppe empfunden.

12. Aufgrund welcher Merkmale werden Figur und Hintergrund unterschieden?
a. Dunkle Flächen werden als Hintergrund gesehen.
b. Flächen mit konvexen Konturen werden als Figuren wahrgenommen.
c. Symmetrische Flächen werden als Figur gesehen.
d. Vollständig umschlossene Flächen werden als Figur wahrgenommen.
e. Blaue Flächen werden als Hintergrund wahrgenommen.

13. Was trifft auf die Theorien zur Objektwahrnehmung zu?
a. Die „Recognition-by-components Theory“ (Biederman, 1987) geht von verschiedenen geometrischen Grundelementen („geons“) aus.
b. Konkave (nach innen gewölbte) Konturverläufe führen zu einer Segmentierung von Figuren.
c. Es gibt mehr als 1000 verschiedene Geone.
d. Die Gestalt von Tieren bzw. Menschen ist laut Marr & Nishihara (1978) aus Zylindern („cones“) aufgebaut, sie können auf Grund ihrer unterschiedlichen Proportionen identifiziert werden.
e. Die aus den Geonen aufgebauten Figuren werden ohne Zugriff auf Gedächtnis und
semantisches Wissen als konkrete Objekte interpretiert.

14. Welche der folgenden Aussagen über die Gesichtswahrnehmung sind richtig?
a. Um 180° gedrehte Abbildungen von Gesichtern werden schwerer wieder erkannt.
b. Der Gesichtsinversions-Effekt bewirkt, dass die Gesichtszüge in um 180° gedrehten Gesichtsdarstellungen immer verzerrt wirken.
c. Kleinkinder reagieren auf schematische Gesichtsdarstellungen mit stärkerem Interesse als auf andere Darstellungen.
d. In Experimenten mit Kleinkindern konnte die Vermutung, dass Gesichtswahrnehmung angeboren ist, widerlegt werden.
e. Es existieren spezifische Neuronen, die auf die Darstellung von Gesichtern mit besonders starker Aktivität reagieren.

15. Welche Tiefencues sind ausschließlich im Nahbereich (bis ca. 2 m) wirksam?
a. Konvergenz der Augen
b. Querdisparation
c. Akkomodation der Augen
d. Höhe im Gesichtsfeld
e. Relative Größe




16. Welche der folgenden Aussagen über optische Täuschungen sind richtig?
a. Im Nebel erscheinen Objekte näher.
b. Optische Täuschungen werden durch die Illusion eines räumlichen Kontextes verursacht.
c. Kinder überschätzen die Größe entfernter Gegenstände.
d. Fehlen wichtige Hinweise auf räumliche Beziehungen (wie z. b. im Ames’schen Raum), führt dies zu einer verzerrten Größenwahrnehmung.
e. Die Einschätzung der Entfernung des Mondes vom Horizont beeinflusst die Einschätzung seiner Größe.

17. Welche physiologischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit auch während Bewegungen ein stabiler visueller Eindruck entsteht?
a. optokinetischer Reflex
b. Lidschlussreflex
c. Nystagmus (Tremor)
d. Reafferenzprinzip
e. vestibulookulärer Reflex

18. Was sind wesentliche Dimensionen der Schallwahrnehmung?
a. Rauschen
b. Klangfarbe
c. Melodie
d. Tonhöhe
e. Lautstärke

19. Aus welchen Farben werden alle wahrgenommenen Farbtöne laut Drei-Farben-Theorie zusammengesetzt?
a. violett
b. blau
c. rot
d. gelb
e. grün

20. Was sind psychische Faktoren der Lärmempfindung?
a. Lautstärke
b. emotional negativ besetzt
c. Zeitverlauf
d. Lautcharakteristik
e. Ablenkungsgrad

21. Was trifft auf die Körperwahrnehmung durch Mechanorezeptoren zu?
a. Mechanorezeptoren sind auch für die Schmerzempfindung verantwortlich.
b. Die Zwei-Punkte-Schwelle dient als Maß für die Dichte der Tastrezeptoren in einem Körperteil.
c. Homunculi stellen die Lage der Rezeptoren in Bezug auf die jeweiligen Körperteile im Gehirn dar.
d. Die durch die Homunculi dargestellten Areale entsprechen den realen menschlichen Körperproportionen.
e. Wade und Oberschenkel verfügen über besonders viele Mechanorezeptoren.


22. Was sind Grundannahmen bezüglich der Aufmerksamkeit?
a. Die Kontrolle der Aufmerksamkeit erfolgt sowohl durch Bottom-up Prozesse als auch durch Top-down Prozesse.
b. Die Bottom-up Kontrolle wird auch als „goal driven“ bezeichnet.
c. Bei der freien Betrachtung von Objekten (ohne Instruktion oder Frage) ist die Bottom-up Kontrolle entscheidend.
d. Aufmerksamkeit wird sowohl intern (goal driven) als auch extern (stimulus driven) kontrolliert.
e. Die Bottom-up Kontrolle ist für die Beantwortung konkreter Fragen zu Bildern (z. B. Wie alt ist die dargestellte Person?) entscheidend.

23. Was trifft auf das dichotische Hören zu?
a. Die Nennung des eigenen Namens lenkt die Aufmerksamkeit häufig auf das vorher nicht beachtete Ohr.
b. Semantische Zusammenhänge lenkten die Aufmerksamkeit in manchen Experimenten auf das vorher nicht beachtete Ohr.
c. Bei Experimenten zu diesem Thema werden Versuchspersonen aufgefordert, ihre
Aufmerksamkeit auf ein Ohr zu konzentrieren („shadowing“).
d. Die Versuchspersonen können auch die mit dem anderen Ohr aufgenommenen Informationen gut wiedergeben.
e. Veränderungen physischer Merkmale (z. B. Stimmwechsel von männlich zu weiblich) fallen kaum auf.

24. Welche der folgenden Aussagen entsprechen dem Flaschenhals-Modell?
a. Der sensorische Input beträgt 109 bit/sec.
b. Die Menge der an die Umwelt abgegebenen Information entspricht der Größe des
Bewusstseinsinhaltes.
c. Es wird mehr Information an die Umwelt abgegeben, als ursprünglich aufgenommen wurde.
d. Die selektive Filterung erfolgt aufgrund der physischen Charakteristika der Stimuli
e. Die Filterung erschwert die weitere semantische Verarbeitung.

25. Was sind die wesentlichen Merkmale des Modells des globalen Arbeitsspeichers?
a. Verbindungsnetzwerk („Global Workspace“) koordiniert Aktivitäten
b. Es gehört zu den Synthesetheorien der Aufmerksamkeit.
c. Es gehört zu den Filtertheorien der Aufmerksamkeit.
d. Teile (Module) des Netzwerks erfüllen Spezialaufgaben
e. Die einzelnen Module des Netzwerks können jede beliebige Aufgabe erfüllen.

26. Worin besteht die Rolle des Frontalkortex bei der Aufmerksamkeitssteuerung?
a. Selektive Aufmerksamkeitsausrichtung
b. Sprachwahrnehmung
c. Hemmung störender Information
d. Aufrechterhaltung aufgabenrelevanter Information
e. Planung neuer Handlungssequenzen

27. Geteilte Aufmerksamkeit gelingt besonders gut, wenn …
a. … mindestens eine motorische Fertigkeit benötigt wird.
b. … das Trainingsniveau gering ist.
c. … die Aufgaben eher leicht sind.
d. … die Aufgaben einander möglichst ähnlich sind.
e. … bestimmte Formen von Schädigungen des Frontalkortex vorliegen.
28. Was sind die für das Gedächtnis wesentlichen Gehirnstrukturen, und welche Aufgaben haben sie?
a. Der Hirnstamm kontrolliert die emotionalen Reaktionen.
b. Der Hirnstamm kontrolliert das Aktivierungsniveau.
c. Der Hippocampus ist wesentlich für die Konsolidierung von Lerninhalten.
d. Das Großhirn dient der Speicherung und Klassifikation von Lerninhalten.
e. Das Limbische System kontrolliert vegetative Reflexe.

29. Im Experiment von Brenner (1973) saßen 11 Paare von Versuchspersonen im Kreis. Jeweils eine Person musste ein Wort vorlesen, während die andere Person nur zuhören sollte. Welche Beobachtungen wurden in diesem Experiment gemacht?
a. Das Wiedererkennen der Wörter fiel den Versuchspersonen leichter als das Reproduzieren.
b. Die Versuchspersonen konnten das von ihnen selbst vorgelesene Wort am besten
reproduzieren.
c. Die Merkleistung der Personen, die nur zuhören sollten, war bei allen Wörtern besser.
d. Die Personen, die selbst ein Wort vorlesen mussten, konnten sich an die anderen Wörter umso besser erinnern, je kürzer sie vor dem eigenen „Auftritt“ vorgelesen wurden.
e. Die Ergebnisse des Experiments wurden auf die hohe Aktivierung der Personen beim Vorlesen zurückgeführt.

30. Bei Beschädigung der Hippocampi kommt es zu Amnesien. Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
a. Eine Amnesie ist ein Gedächtnisverlust in Folge von Verletzung, Krankheit,
Drogenmissbrauch (und anderen Beeinträchtigungen des Gehirns).
b. Der Gedächtnisverlust ist dauerhaft.
c. Erkenntnisse über das Auftreten von Amnesien wurden bei Patienten gewonnen, denen die Hippocampi operativ entfernt wurden (z. B. zur Behandlung von Epilepsie).
d. Bei einer Beschädigung der Hippocampi kommt es zu einem Verlust des Altgedächtnisses, d.h. der Gedächtnisverlust bezieht sich auf die Zeit vor der Beeinträchtigung.
e. Die generelle Intelligenz der Person ist ab dem Auftreten der Amnesie stark beeinträchtigt.

31. Worin besteht der Speichermechanismus Langzeitpotenzierung?
a. Wird eine Nervenzelle von einer anderen Nervenzellen erregt, speichert sie langzeitig diese Erregung.
b. Wenn eine Nervenzelle nicht durch das Signal einer anderen Nervenzelle gehemmt wird, wird ihr Output auf Dauer immer größer.
c. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden geschwächt, wenn eine der beiden Zellen durch
eine dritte Nervenzelle erregt wird.
d. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden verstärkt, wenn beide gleichzeitig erregt sind.
e. Wird eine Nervenzelle von zwei Nervenzellen erregt, wird nur die Verbindung zu jener Zelle
verstärkt, die das höhere Aktivitätsniveau hat.



32. Im Lernexperiment von Pirolli & Anderson (1985) mussten Versuchspersonen 25 Tage lang einfache Sätze (z. B. Der Arzt erschoss den Rechtsanwalt.) lernen. Durch die Vorgabe von korrekten und falschen Sätzen wurde täglich das Wissen der Versuchspersonen überprüft. Was trifft auf dieses Experiment zu?
a. Nach einigen Übungstagen zeigte sich keine Verbesserung mehr.
b. Das Experiment widerlegte das Potenzgesetz des Lernens („power law of learning“).
c. Die Zeit bis zur Entscheidung, ob der Satz gelernt wurde oder nicht, diente als Kriterium für den Lernfortschritt.
d. Die Reaktionszeit nahm mit der negativen Potenz der Übungstage ab, d. h. sie wurde immer geringer.
e. Der beobachtete Verlauf des Lernerfolges entspricht dem Potenzgesetz des Lernens („power law of learning“).

33. Was sind gültige Theorien des Vergessens?
a. Interferenzen zwischen Speicherinhalten führen zur Überlagerung von alter durch neue Information.
b. Prägungen werden im Erwachsenenalter automatisch gelöscht.
c. Nicht benötigtes Wissen wird in festen Intervallen aus dem Gedächtnis entfernt.
d. Abrufstörung bzw. Zugriffsstörung verhindern das Erinnern an gemerkte Inhalte.
e. Auf Grund des Absterbens von Nervenzellen kommt es zum Verfall bzw. zur Löschung von gespeicherten Inhalten.

34. Im Experiment von Godden und Baddeley (1975) hatten Taucher Listen von Worten sowohl an Land als auch im Wasser zu lernen. Geprüft wurden sie im jeweils gleichen oder in verschiedenem Kontext. Was waren die wesentlichen Ergebnisse?
a. Die Vergessenskurve entsprach nur an Land einer Potenzfunktion.
b. Die Ergebnisse entsprachen der „Hebb´schen Lernregel“.
c. Es zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Versuchsbedingungen.
d. Wurden die Personen in dem Kontext geprüft, in dem sie gelernt haben, war die
Gedächtnisleistung wesentlich geringer.
e. Die Ergebnisse sprechen für die sogenannte „Enkodierungsspezifität“.

37. Was sind korrekte Aussagen über das Langzeitgedächtnis?
a. Wort-, Objekt- und Raumformen gelten als Inhalte des perzeptiven Gedächtnisses.
b. Begriffe und Assoziationen zwischen ihnen sind Teil des semantischen Gedächtnisses und
können durch semantische Netzwerke dargestellt werden.
c. Deklarative Gedächtnisinhalte werden als explizit, perzeptive und prozedurale Inhalte als implizit bezeichnet.
d. Episodische Inhalte werden im prozeduralen Gedächtnis gespeichert.
e. Konditionierung und Fertigkeiten sind Inhalte des deklarativen Gedächtnisses.

38. Welche der folgenden Effekte werden bei der Festigung von Wissen („Storage“) wirksam?
a. Konsolidierungseffekt
b. Schematisierungseffekt
c. Interferenzeffekt
d. Imagery-Effekt
e. Retrieval-Cue-Effekt


39. Welche der folgenden, im Experiment beobachteten Phänomene lassen sich auf den Retrieval-Cue-Effekt zurückführen?
a. Bei der Wiedergabe eines gelesenen Textes wurde nach drei Monaten knapp die Hälfte der Aussagen reproduziert, während der Rest durch Schlussfolgerungen ergänzt wurde.
b. Die Merkleistung wird durch die Verknüpfung des zu lernenden Wortes mit einem dazu vorgestellten Bild gesteigert.
c. Figuren, die aus dem Gedächtnis nachgezeichnet werden sollten, ähnelten einem bei der Vorgabe genannten Objekt (z. B. „Sieht aus wie eine Brille“) häufiger als in der Kontrollbedingung ohne diesen Hinweis.
d. Zu lernende Wörter werden besser im Gedächtnis behalten, wenn sie zuvor auf die eigene Person bezogen wurden.
e. Ereignisse, die zusammen mit Merkmalen der Situation (z. B. Häufigkeit, Ort, beteiligte Personen) notiert wurden, konnten mithilfe von drei dieser Merkmale nach 5 Jahren noch zu 60 % reproduziert werden.

40. Welche Aussagen treffen auf die Mnemotechnik Hakenwort-Methode zu?
a. Die Hakenwort-Methode basiert auf dem Wiederholungseffekt.
b. Die Hakenwort-Methode eignet sich ausschließlich für das Lernen mehrstelliger Zahlen.
c. Die Hakenwort-Methode basiert auf dem Imagery-Effekt.

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