Theoretische Grundlagen, ethische und rechtliche Rahmenbedingungen psychologischen Diagnostizierens

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Lernunterlagen

Die folgenden Unterlagen fand man bis zum 05.10.2011 im e-learning:

Antworten aus den Modulen Eichung und Formale Gestaltungsmöglichkeiten findet ihr unter Psychologische Diagnostik 1

Voraussetzungen und Grundsätze psychologischen Diagnostizierens

Psychologische Diagnostik, Kubinger (2009)

In dieser Unit werden Grundlagen zum Thema "Voraussetzungen und Grundsätze psychologischen Diagnostizierens" vermittelt.
Lesen Sie zuerst im Lehrbuch die Seiten 5 bis 35 zu diesem Thema durch. Bearbeiten Sie anschließend die gestellten Aufgaben offline und diskutieren Sie dann Ihre Ergebnisse im Diskussionsforum.

Fragen

  1. „Ein psychologisch-diagnostisches Verfahren …erhebt unter standardisierten Bedingungen eine Informationsstichprobe …“ (Kubinger, 2009, S. 10). Inwiefern trifft das auch auf physikalische Messungen (z.B. Körpergröße) zu?
  2. Geben Sie je ein Beispiel einer Untersuchungssituation/Fragestellung, bei der anstelle von Testperson (Tp) auch bzw. besser 
    a) Klient(in),
    b) Patient(in),
    c) Bewerber(in),
    d) Kandidat(in),
    e) der/die zu Untersuchende,
    f) Proband(in) zu verwenden ist.
  3. Illustrieren Sie, was man sich unter folgenden Messungen (Messinstrumenten) vorstellen kann:
    a) Schwellenmessung im optischen Bereich,
    b) Schwellenmessung im akustischen Bereich,
    c) Schwellenmessung im taktilen Bereich,
    d) Reaktionszeitmessung,
    e) Rechenaufgabe,
    f) Problemlöseaufgabe,
    g) Gedächtnisaufgabe und
    h) Psychomotorische Aufgabe.
  4. Illustrieren Sie per Analogie mit einem Hochleistungssportler, das Zusammenspiel von „Verhaltensdisposition“, Verhaltensweise (Handlung) und „unbekannten Größen aller Art“
  5. Listen Sie einige sog. „Life-Events“ auf.
  6. Geben Sie ein Beispiel, inwiefern eine Verhaltensstichprobe auch einmal nicht repräsentativ für die Verhaltensdisposition einer Person sein kann.
  7. Findet Münsterbergs „Angleichung von Mann und Werk“ heutzutage auch noch irgendwo seine (berechtigte) Anwendung?
  8. Inwiefern kommt es bei der berufsbezogenen Eignungsbeurteilung zu einer Beschränkung der Autonomie einer Person?
  9. Förderungsorientierte Diagnostik: Inwiefern kann diese bei der berufsbezogenen Eignungsbeurteilung platzgreifen?
  10. Bei einer Stellenbewerbung werden Sie abgelehnt; Sie leiten rechtliche Schritte gegen das betreffende Unternehmen gemäß DIN 33430 ein, weil sie nachweisen können, dass die Bewerberauswahl mit überalterten Verfahren stattgefunden hat, und behaupten, dass Sie mit wissenschaftlich abgesicherten Verfahren als der/die bestqualifizierte Kandidat(in) abgeschnitten hätten. Das Unternehmen beruft sich darauf, niemals zugesagt zu haben, nach DIN 33430 berufsbezogene Eignungsbeurteilungen durchzuführen. Wie wird Ihre Klage von einem österreichischen/deutschen Gericht entschieden werden?
  11. Aufgabe „Selbsttestung“:
    Drucken Sie die Testmaterialien (Bögen » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 18KB]1], » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 18KB]2], » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 18KB]3] und » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 18KB]4]) aus. Die Testaufgabe ist angelehnt an jene des Zahlen-Verbindungs-Tests (ZVT; Oswald & Roth, 1987). Testen Sie sich selbst – Sie benötigen dazu die vier ausgedruckten Testbögen, einen Stift und eine Stoppuhr.
    Lesen Sie zunächst die folgende Instruktion vollständig durch und führen Sie anschließend die Selbsttestung durch:
    Bearbeiten Sie die Testbögen 1 bis 4 nacheinander. Stoppen Sie für jeden Testbogen die benötigte Zeit, d.h. wie lange Sie für die Bearbeitung des Bogens brauchen. Beginnen Sie mit Testbogen 1: starten Sie die Zeitnehmung. Unmittelbar danach beginnen Sie Testbogen 1 zu bearbeiten indem Sie alle Zahlen auf dem Testbogen in aufsteigender Reihenfolge mit dem Stift verbinden d.h. beginnend mit 1, 2 usw. bis zu 80. Arbeiten Sie so schnell wie möglich. Wenn Sie alle Zahlen des 1. Testbogens verbunden haben, stoppen Sie die Zeit und notieren Sie die benötigte Bearbeitungszeit. Anschließend starten Sie erneut die Stoppuhr und bearbeiten den Testbogen 2 indem Sie die abgebildeten Zahlen in aufsteigender Reihenfolge verbinden. Notieren Sie wieder die für Testbogen 2 benötigte Zeit. Danach verfahren Sie genauso bei den Testbögen 3 und 4.
    Diskutieren Sie nach dieser Selbsttestung die Fragen im Forum zu den Themen 1-5:
    a) Schätzen Sie die Schwierigkeit der Aufgabenstellung ein: Was ist Ihnen bei der Bearbeitung leicht gefallen, was ist an der Aufgabe schwierig?
    b) Die Aufgabenstellung ist bei allen vier Testbögen gleich (möglichst schnelles Verbinden von Zahlen in aufsteigender Reihenfolge). Warum werden vier Testbögen vorgegeben und nicht nur einer? Welche Informationen über die Testperson kann man durch die Vorgabe des zweiten Testbogens erhalten, die man durch die Vorgabe nur eines Bogens nicht erfassen kann? Welche zusätzlichen Informationen können der dritte und vierte Testbogen über die Testperson liefern?
    c) Stellen Sie sich vor, Sie geben als Psychologe/in diesen Test unterschiedlichen Personen vor und führen dabei während der Testung eine Gelegenheitsbeobachtung durch. Welche Unterschiede könnten Sie dabei im Verhalten der Personen während der Testbearbeitung beobachten? Mit welchem Verhalten könnten verschiedene Personen auf die Testaufgabe (unterschiedlich) reagieren? [Hinweis: beachten Sie dabei wiederum, dass die Testpersonen nicht nur einen Testbogen, sondern vier Bögen nacheinander bearbeiten]
    d) Was soll durch diese Testaufgabe gemessen werden? (Mehrfachangaben möglich!)
    e) Was alles könnte man bei dieser Testaufgabe auswerten?

 

 

 

Objektivität und Reliabilität

[[File:|Kubinger, K. D. (2009). Psychologische Diagnostik – Theorie und Praxis psychologischen Diagnostizierens (2., vollst. überarb. Aufl.). Göttingen: Hogrefe.]]

 

In dieser Unit werden Grundlagen zu den Themen Objektivität und Reliabilität vermittelt.
Lesen Sie zuerst im Lehrbuch die Seiten 37 bis 54 zu diesem Thema durch. Bearbeiten Sie anschließend die gestellten Aufgaben offline und diskutieren Sie dann Ihre Ergebnisse im Diskussionsforum.

Fragen

  1. a) Auf die Frage „Wann begann der 2. Weltkrieg?“ antwortet Schüler X: „1938“; wie bewerten Sie das? Zu welchem „Score“ kommen Sie?
    b) Auf die Frage eines Kinderintelligenztests „Wieviele Beine hat ein Hund?“ antwortet Ihre Tp: „Mein Hund hat nur 3“; wie gehen Sie damit als Tl um?
    c) Sehen Sie sich » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 100KB]diesen Ausschnitt] des Protokollbogens des FAIR an. Die Aufgabe der Testperson ist es jeden Kreis mit 3 Punkten und jedes Quadrat mit 2 Punkten zu markieren, ohne dabei die Linie zu unterbrechen. Für jedes richtig markierte Symbol erhält man einen Punkt, getrennt davon werden auch die Fehler und Auslassungen gezählt. Auf welches Ergebnis kommen Sie? Diskutieren Sie.
    d) Das Item eines fiktiven Fragebogens „Ich bin ein geselliger Mensch“ hat vier
    Antwortmöglichkeiten (1 … „stimmt sicher“ – 2 … „stimmt eher“ – 3 … „stimmt eher nicht“ – 4 … „stimmt sicher nicht“). Eine Tp kreuzt genau zwischen 3 und 4 an; wie gehen Sie damit als Tl um?
    e) Das Item eines fiktiven Fragebogens „Ich bin durchsetzungsfähig“ hat vier Antwortmöglichkeiten (1 … „stimmt sicher“ – 2 … „stimmt eher“ – 3 … „stimmt eher nicht“ – 4 … „stimmt sicher nicht“). Eine Tp schreibt dazu, ohne eine Antwortmöglichkeit anzukreuzen: „Hängt davon ab“; wie gehen Sie damit als Tl um?
    f) Das Item eines fiktiven Fragebogens „Ich kann mich nicht für Literatur begeistern“ hat vier Antwortmöglichkeiten (1 … „stimmt sicher“ – 2 … „stimmt eher“ – 3 … „stimmt eher nicht“ – 4 … „stimmt sicher nicht“). Eine Tp kreuzt keine Antwortmöglichkeit an; wie gehen Sie damit als Tl um?
    Diskutieren Sie Ihre Überlegungen dazu auf der Plattform.
  2. Berechnen Sie entweder händisch oder mit Hilfe von R ein Konfidenzintervall (α = 0,05) für verschiedene, beliebige Reliabilitätskoeffizienten, und zwar für einen in IQ-Punkten geeichten Test (Mittelwert 100, Standardabweichung 15): Es interessieren die beiden Fälle IQ = 130 und IQ = 85. Rechnen Sie sowohl einseitig (hinunter bei 130, hinauf bei 85) als auch zweiseitig . Diskutieren Sie Ihre Ergebnisse auf der Plattform.
    Hinweis: zur Berechnung von Konfidenzintervallen mit R hilft » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 15KB]diese kurze Einführung].
  3. Berechnen Sie entweder händisch oder mit Hilfe von R ein Konfidenzintervall für einen in IQ-Punkten geeichten Test mit Reliabilitätskoeffizienten von 0,85 für verschiedene Werte von α = 0,05; 0,01; 0,10: Es interessieren die beiden Fälle IQ = 130 und IQ = 85. Rechnen Sie sowohl einseitig (hinunter bei 130, hinauf bei 85) als auch zweiseitig . Diskutieren Sie Ihre Ergebnisse auf der Plattform.
  4. Die Reliabilität eines Tests beschreibt seine Messgenauigkeit. Berechnen Sie mit SPSS oder R für folgende Testwerte, die an 10 Personen zu zwei Zeitpunkten erhoben wurden die Produkt-Moment-Korrelation und die Spearman-Korrelation:
    Tp 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
    Zeitpunkt 1 5 7 3 1 9 8 7 7 6 8
    Zeitpunkt 2 10 8 3 2 9 10 8 9 7 9
    Vergleichen und diskutieren Sie auf der Plattform Ihre Ergebnisse. Inwiefern misst dieser Test exakt?
  5. Zwei Psychologiestudierende beobachten 80 Verhaltenssequenzen eines Kindes in einer Spielsituation im Kindergarten nach einem vorgegebenen Kategoriensystem: a) kein aggressives Verhalten, b) verbal aggressiv gegen anderes Kind, c) verbal aggressiv gegen die Kindergärtnerin, d) physisch aggressiv gegen anderes Kind, e) physisch aggressiv gegen die Kindergärtnerin. Folgende Tabelle gibt die Übereinstimmungen und Abweichungen wieder: » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 4KB]Tabelle].
    Bewerten Sie zunächst qualitativ die gegebenen Häufigkeiten und diskutieren Sie das auf der Plattform in Hinblick darauf, inwiefern Objektivität gegeben ist. Berechnen Sie dann den Koeffizienten Kappa in SPSS oder R und interpretieren sie diesen ebenfalls.
  6. Im Zuge der Entwicklung zum AID 3, Untertest Synonyme Finden, wurden folgende 5 Items erstellt: „Sag’ mir ein anderes Wort für ...“ a) bedauern (Lösung: bereuen oder bemitleiden), b) Pflanze (Lösung: Gewächs oder Kraut, Blume, Baum, Strauch), c) Obst (Lösung: Frucht), d) Frisur (Lösung: Haarschnitt), e) Besitz (Lösung: Eigentum). Diskutieren Sie jedes einzelne Item im Diskussionsforum.
  7. Ordnen Sie die » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 127KB]hier abgebildeten Kinder] hinsichtlich a) deren zu vermutenden Intelligenz, b) deren zu vermutenden sozialen Kompetenz, c) deren zu vermutenden emotionalen Stabilität. Geben Sie Ihre Antworten im Diskussionsforum.
  8. Ihnen liegen folgende zwei Intelligenztestprofile zweier Kinder vor: » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 308KB]Profil von Kind A] und » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 220KB]Profil von Kind B]. Sie sollen Stärken und Schwächen rückmelden. Was müssen Sie beachten, was kann Ihnen beim Interpretieren der Testergebnisse Probleme bereiten?
    Wie würden Sie das Testergebnis von Kind B im Untertest Antizipieren und Kombinieren – figural (PR 47) interpretieren?

 

 

 

Validität und Nützlichkeit


In dieser Unit werden Grundlagen zu den Themen Validität und Nützlichkeit vermittelt.
Lesen Sie zuerst im Lehrbuch die Seiten 55 bis 68 und 112 bis 116 zu diesem Thema durch. Bearbeiten Sie anschließend die gestellten Aufgaben offline und diskutieren Sie dann Ihre Ergebnisse im Diskussionsforum.

Fragen

  1. Lesen Sie das Beispiel zur Korrelationsminderung auf Seite 65f genau durch. Sie finden » [[File:|Datei-Typ: sav, Größe: 1KB]hier] einen Datensatz. Dieser enthält die Gesamtnote einiger Studierenden des 1. Abschnitts und deren Testergebnis (in T-Werten) eines beliebigen Reasoning-Tests.
    Berechnen Sie a) den Spearman-Rangkoeffizienten; b) den Spearman-Rangkoeffizienten mit den Daten all jener Studierenden, die einen T-Wert ≥ 55 erzielt haben; c) den Spearman-Rangkoeffizienten, berücksichtigen Sie aber nun den angesprochenen Mildeeffekt in der Notengebung. Schauen Sie sich zusätzlich die Streudiagramme der drei Datensätze an.
    Diskutieren Sie Ihre Ergebnisse im Forum.
    Datensatz als Excel-file hier » hier.
  2. Sehen Sie sich folgenden kurzen » [[File:]]Videoausschnitt an. Sie sehen einen ca. 5- minütigen Ausschnitt einer 3DW-Testung, bei der die Tp gebeten wurde, bei der Bearbeitung der Items laut zu denken.
    Diskutieren Sie im Anschluss, inwieweit die „Methode des Lauten Denkens“ zur Prüfung der inhaltlichen Gültigkeit dienen kann.
  3. Berechnen Sie für die folgenden zwei Beispiele, mithilfe der » [[File:]]Taylor-Russel-Tafeln, die Trefferquote, einen geeigneten Mitarbeiter aus einem Pool an Bewerbern auszuwählen. Vergleichen Sie diese mit der Zufallswahrscheinlichkeit, einen solchen zu finden. Entscheiden Sie sich für oder gegen den Einsatz des psychologisch-diagnostischen Verfahrens? Diskutieren Sie Ihre Entscheidung im Forum.
    a) Anzahl der Bewerber: 100; Anzahl geeigneter Personen in der Bewerbergruppe (Grundquote): 0,90; Anzahl auszuwählender Personen (Selektionsquote): 0,10;Validität des Verfahrens: 0,25
    b) Anzahl der Bewerber: 100; Anzahl geeigneter Personen in der Bewerbergruppe (Grundquote): 0,50; Anzahl auszuwählender Personen (Selektionsquote): 0,10; Validität des Verfahrens: 0,45
    Zusatzservice: » Programm
  4. Sehen Sie sich folgende drei » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 9KB]Items] (Reihenfortsetzen) aus dem AID 3 (in Vorbereitung) an. Leiten Sie die Itemkonstruktionsregeln ab und stellen Sie diese zur Diskussion ins Forum. Diskutieren Sie dabei, ob die erstellten Regeln ihrer Kollegen logisch sind. Wem und wozu hilft es, solche Regeln zu kennen?
  5. Sie sind ein Experte für ein Experten-Rating in Bezuf auf den Untertest Alltagswissen des AID 2/3. Die operationale Definition der Autoren lautet: „Der Untertest 1 Alltagswissen soll die Fähigkeit prüfen, sich Sachkenntnisse über Inhalte anzueignen, die in der heutigen Gesellschaft alltäglich sind.“ Nur solche Aufgaben sollen aufgenommen werden, die sich in einer Befragung an praktisch tätigen Psycholog(inn)en als relevant und gemessen an verschiedenen Wissensgebieten repräsentativ herausstellen.
    Im Folgenden geht es um die beiden Items (samt Lösungskatalog):
    a) Wozu dienen Kondome?
    --> Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten; (Schwangerschafts-) Verhütung
    b) Was versteht man unter Inflation?
    --> Kaufkraftminderung, generelle Preissteigerung, Geldentwertung, Währungsverfall
    Diskutieren Sie auf der Plattform, ob diese Items den gestellten Ansprüchen genügen.
  6. Betrachten Sie folgende zwei » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 27KB]Items] des Wiener Matrizentests (WMT). „Simulieren“ Sie auf der Plattform die Erfassung der Augenscheinvalidität dieses Tests, indem Sie in Worten eines Laien angeben, welche psychologische Eigenschaft (Konstrukt) genau damit erfasst werden soll.
  7. Diskutieren Sie den WMT (und andere Matrizentests) in Hinblick auf seine ökologische Validität in Bezug auf ein Auswahlverfahren zum Psychologiestudium (in Wien).
  8. Sie finden hier jeweils ein Beispiel- Item der Reasoning-Tests » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 10KB]WMT], » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 89KB]CFT 20-R], » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 81KB]Syllogismen], » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 77KB]FRRT] (Poinstingl) und » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 80KB]AN-TOP] (Kubinger). Was fällt Ihnen auf? Stellen Sie Ihre Beantwortung zur Diskussion ins Forum.
  9. Sie sollen mit Hilfe eines bestimmten psychologischen Tests feststellen, ob ein Kind "cerebralgeschädigt" ist oder nicht. Sie haben keinerlei Vorinformation über das Kind. Gehen Sie davon aus, dass der Test für eine entsprechende Differential-Diagnose relativ gut geeignet ist, obwohl dies für das folgende unerheblich ist. Es geht lediglich darum, wie Sie den "Nutzen" bzw. den "Schaden" bei richtiger bzw. falscher Diagnose bewerten.
    Interpretieren Sie im folgenden den "Nutzen" bzw. den "Schaden" eventuell als "Kostenersparnis" bzw. als "Kosten", als "Zeitersparnis" bzw. als "Zeitaufwand" (hinsichtlich allfälliger Maßnahmen) oder allgemein als (quantitativer) "Vorteil" (Hilfe) bzw. als "Nachteil" für das Kind. Wählen Sie diejenige Interpretation, welche Ihnen in diesem Zusammenhang am wichtigsten erscheint.
    » Hier gelangen Sie zum Fragebogen.

 

Eichung

 

In dieser Unit werden Grundlagen zum Thema Eichung / Normierung vermittelt.
Lesen Sie zuerst im Lehrbuch die Seiten 68 bis 82 zu diesem Thema durch. Bearbeiten Sie anschließend die 10 gestellten Aufgaben offline und diskutieren Sie dann Ihre Ergebnisse im Diskussionsforum.

Antworten aus den Modulen Eichung und Formale Gestaltungsmöglichkeiten findet ihr unter Psychologische Diagnostik 1

Fragen

  1. Ein Kind löst in einem Test mit 20 Aufgaben 6. Was brauchen Sie, um die Testleistung bewerten/interpretieren zu können?
  2. Welche Eichstichprobe erfüllt die Repräsentativität besser? A) Zufallsstichprobe mit n = 2000 aus der Population N (μ = 100, σ = 1) mit x‾ = 95 und s = 1,5 und eingipfeliger, symmetrischer Verteilung. B) Eine nicht-zufallsgesteuerte Auswahl von n = 2000 Personen aus einem Teil der Population (z.B. aller im Telefonbuch eingetragenen Personen).
  3. Bestimmen Sie anhand dieser » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 16KB]Normtabelle] aus dem AID 2 für ein 8-jähriges Kind, das die Aufgabengruppen 4, 5 und 11 bearbeitet und dabei insgesamt 8 Items gelöst hat (PS = 8), den T-Wert. Welchen T-Wert würde bei gleicher Leistung für ein 9-jähriges Kind resultieren? Wie sind die Unterschiede zu erklären? [Geben Sie Ihre Antwort so, dass Kolleg(inn)en, die die Lösung nicht so leicht finden, verstehen, wie Sie auf diese Lösung genau kommen.]
  4. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Signifikanzniveau von α ein statistischer Test den Unterschied zwischen x‾ und μ, bei gegebenem n (und σ oder σ^) nicht entdeckt?
  5. Welche Skaleneigenschaft haben die Stanine-Werte?
  6. Berechnen Sie: a) wie groß in IQ-Punkten ist der Unterschied zwischen zwei Testergebnissen: A = 130 IQ-Punkte, B = 120 SW? b) wie groß in IQ-Punkten ist der Unterschied zwischen zwei Testergebnissen: D = 50 T-Werte, E = 7 C-Werte? c) Welchem Prozentrang (PR) entspricht ein z-Wert von 1 und welchem z-Wert entspricht ein Prozentrang von 50? Hinweis: für die Umwandlung von z-Werten in PR und umgekehrt verwenden Sie die Statistiksoftware R mit » [[File:|Datei-Typ: doc, Größe: 17KB]dieser Anleitung] oder eine Tabelle der Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung (in gängigen Statistik-Lehrbüchern bzw. unter » diesem Link). Es wird empfohlen beide Möglichkeiten auszuprobieren und das eigene Vorgehen somit zu überprüfen (es sollte dasselbe Ergebnis resultieren). Die Statistiksoftware R wird auch noch in weiteren eLecturing Einheiten im Laufe des Semesters günstigerweise verwendet werden können.
  7. Wenn aus der Population aller Schulkinder der 1. bis 4. Klassen (Volks-/Grundschule) in Österreich eine Zufallsstichprobe gezogen wird; ist die Stichprobe dann repräsentativ für alle österreichischen Kinder zwischen 6 und 10 Jahren?
  8. Laut Lehrziel sollen Prüfungskandidaten 10 eng umschriebene Inhalte des Vorlesungsstoffs beherrschen; ein Kandidat schafft 6 Lösungen und erwartet eine positive Beurteilung. Wie ist das aus Sicht der kriteriumsorientierten Diagnostik zu werten?
  9. Die Rohwerte eines Tests verteilen sich nicht normalverteilt wie » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 4KB]angegeben].
    Welche T-Werte sind dann den Rohwerten zuzuordnen, um normalverteilte geeichte
    Testwerte zu erhalten? Hinweis: Sie können diese Aufgabe sinngemäß wie Aufgabe 6) lösen, müssen am Ende die z-Werte in T-Werte umrechnen.
  10. Der Bewerber K hat einen geeichten Testwert in einem relevanten Test von T = 63 (bei einem Rohwert von 15 gelösten Aufgaben); die Bewerberin H im selben Test den Testwert T = 72 (bei einem Rohwert von 8). Für wen würden Sie sich entscheiden?

 

 

 

Formale Gestaltungsmöglichkeiten

In dieser Unit werden Grundlagen zum Thema Formale Gestaltungsmöglichkeiten vermittelt.

Lesen Sie zuerst im Lehrbuch die Seiten 129 bis 181 zu diesem Thema durch. Bearbeiten Sie anschließend die 10 gestellten Aufgaben offline und diskutieren Sie dann Ihre Ergebnisse im Diskussionsforum.

Antworten aus den Modulen Eichung und Formale Gestaltungsmöglichkeiten findet ihr unter Psychologische Diagnostik 1

Fragen

  1. Eine Tp kreuzt in einem Fragebogen hauptsächlich danach an, ob es sich um die kürzeste Antwortmöglichkeit handelt oder nicht. Zählt ein solches Antwortverhalten zu den Response Sets, insbesondere in Bezug auf einen Positionseffekt; oder zählt dieses Antwortverhalten zum Raten oder muss es als zufällige oder als willkürliche Beantwortung bezeichnet werden?
  2. Handelt es sich bei folgendem Item um eines im freiem Antwortformat oder um eines im Multiple-Choice-Format? „xy8 + 5 = xzy; welchen Wert hat y?“
  3. Ein Item im MC-Format „2 aus 5“ lautet: „87 Männer und 53 Krokodile gehen an 7 Tagen über 3 Meere; … Wieviele Goldstücke haben Sie gesammelt? 30 – 25 – 2 Dutzend – 24 – 7.“ Diskutieren Sie dieses Item.
  4. a) Sie haben sich für eine Prüfung mit einem sehr interessanten Lehrstoff lange und intensiv vorbereitet; präferieren Sie als Prüfungsmodus das freie Antwortformat oder ein Multiple-Choice Format?
    b) Sie haben sich für die Prüfung zu einem Sie wenig interessierenden Fach nur sehr wenig vorbereitet; präferieren Sie als Prüfungsmodus das freie Antwortformat oder ein Multiple-Choice Format?
  5. In einen Lückentext mit 2 Lücken stehen jeweils x Antwortmöglichkeiten zur Verfügung; zum Beispiel: „Das Kamel hat a) … b) … – x) … und kann auch x+1) … x+2) … – 2x) …“ Wie groß muss x sein, damit die aprior-Ratewahrscheinlichkeit nicht größer als jene bei einem „1 aus 4“-MC-Format wird?
  6. In der Psychologischen Diagnostik unterscheidet man zwischen den Erhebungstechniken Prüfen, Fragen und Beobachten. Worum handelt es sich bei der in mündlichen Prüfungen oft gemachten Äußerung des Prüfers: „Können Sie mir sagen, was man unter … versteht?“ Diskutieren Sie die mit dieser Äußerung verbundene Problematik.
  7. a) Verfassen Sie für einen Test bestehend aus den Items x1 bis x100 eine SPSS-Syntax, um die Anzahl gelöster Items zu bestimmen. Die Daten sind je Item mit den Zahlen 1 oder 2 … oder 5 eingegeben, entsprechend der angekreuzten Antwortmöglichkeit. Es gibt auch eine Variable e1 bis e100, diese enthält die Nummer jener Antwortmöglichkeit, welche die Lösung darstellt. Sie können das Ganze freilich auch in R versuchen. b) Gehen Sie davon aus, dass manchmal auch nichts angekreuzt wurde; sie wollen das dann nicht automatisch als falsch verrechnen, sondern „überspringen“, und den Testwert am Ende mit 100/b multiplizieren – b, die Anzahl bearbeiteter Items.
  8. Verfassen Sie für den ZVT eine sprachfreie Instruktion (also eine Anweisung an den Testleiter, wie genau er das, was die Tp zu tun hat, ohne Sprache vermitteln soll) – dies kann für Sie für die Testung einer Person, die Deutsch nicht beherrscht, hilfreich sein.
  9. Beschreiben Sie aus Ihrer Erfahrung typische Personen, die beim Umgang mit dem Computer spezielle Probleme haben; beschreiben Sie die Probleme genau mit Ihren detaillierten Beobachtungen und leiten Sie daraus ab, unter welchen Bedingungen diese typischen Personen am Computer getestet werden können (oder eben nicht).
  10. Ein Psychologe hat 2 Schüler mit dem CFT20-R getestet. Hier sehen Sie die Protokollbögen der beiden Personen:» [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 215KB]Bogen1] und » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 212KB]Bogen2]. Beide haben einen Rohwert von 73 und damit einen geeichten Testwert IQ 104 erreicht, was für dieselbe Fähigkeitsausprägung bei beiden Schülern spricht. Können Sie dies tatsächlich so interpretieren? Was sollte aufgrund der Informationen am Protokollbogen beim Interpretieren noch beachtet werden?

 

 

Kulturfreie Tests


In dieser Unit werden Grundlagen zum Thema kulturfreie Tests vermittelt.
Lesen Sie zuerst im Lehrbuch die Seiten 123-124 und 206-208 zu diesem Thema durch. Bearbeiten Sie anschließend die gestellten Aufgaben offline und diskutieren Sie dann Ihre Ergebnisse im Diskussionsforum.

Fragen

  1. » [[File:|Datei-Typ: sav, Größe: 11KB]Hier] finden Sie die Daten des Verfälschungsexperiments aus der Vorlesung. Werten Sie mit SPSS aus, indem Sie folgende Hypothesen prüfen. a) H0: „VG (neutrale Instruktion) und KG (Verfälschungsinstruktion) führen im Mittel zu denselben Testwerten“. b) H0: „Forced-Choice-Format und Analogskalen-Antwortformat liefern im Mittel dieselben Testwerte“. c) H0: „Es besteht keine Wechselwirkung zwischen Instruktion und Antwortformat“. Interpretieren Sie Ihr Ergebnis auf der Plattform.
    ANMERKUNG: Die Markierungen auf der Analogskala wurden nicht pro Skala am Mittelpunkt (50:50 der Strecke) der Analogskala dichotomisiert, sondern wie im Manual des B5PO beschrieben z.B. am Punkt 20:80.
  2. Ordnen Sie nach dem Konzept R.B. Cattels (s. z.B. CFT 20-R mit ZN und WT) folgende Untertests des AID 2.2, den beiden Kategorien „fluid“ und „crystallized“ Intelligence zu: a) Alltagswissen, b) Analysieren und Synthetisieren, c) Realitätssicherheit, d) Kodieren und Assoziieren.
    Diskutieren Sie Ihre Zuordnung auf der Plattform.
  3. Listen Sie alle Reasoning-(Unter-)Tests, die Sie kennen, auf und teilen Sie sie betreffs ihrer Materialien in lexikalisch vs. numerisch vs. figural ein.
  4. Erfinden Sie für einen beliebigen Test mit figuralem Material eine sprachfreie Instruktion analog zu dem » [[File:]]Video zu dem Untertest Analysieren und Synthetisieren-abstrakt aus dem AID 2. Stellen Sie Ihre Instruktion zur Diskussion ins Forum.
  5. Sehen Sie sich die sprachfreien Instruktionen zu den beiden Untertests » [[File:]]Realitätssicherheit und » [[File:]]Analysieren und Kombinieren-figural an. Diskutieren Sie für beide Untertests, inwieweit die Instruktion verständlich ist.
  6. Testen Sie eine beliebige Person mit folgenden » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 444KB]Reihenfortsetzen-Items]. Verwenden Sie dabei die „Methode des lauten Denkens“. Instruieren Sie Ihre Tp dementsprechend. Protokollieren Sie stichwortartig mit. Diskutieren Sie auf der Plattform, inwiefern der Lösungsprozess kulturunabhängig ist.
  7. Sehen Sie sich folgende Protokollbögen des WMT der » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 203KB]Tp A] und » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 203KB]Tp B] an. Sie sehen vermerkt, welches Item gelöst wurde und welches nicht; die Items sind der Schwierigkeit nach gerangreiht. Ihnen sind folgende Details der Testpersonen bekannt. Tp A, ist 18 Jahre alt, lebt seit einem Jahr in Österreich und spricht „gebrochenes“ Deutsch. Tp B, ist 18 Jahre alt und hat Deutsch als Muttersprache.
    Was schließen Sie aus dem Testergebnis? Wie könnte dieses zustande gekommen sein? Generieren Sie Hypothesen und stellen Sie diese zur Diskussion ins Forum.
  8. Sehen Sie sich folgendes » [[File:|Datei-Typ: pdf, Größe: 230KB]AID 2 Profil] an. Welche individuellen Stärken und relativen Schwächen hat das Kind? Interpretieren Sie das Ergebnis und generieren Sie Hypothesen, wodurch sich jenes Profil ergeben haben könnte.