Kapitel I Grundlagen

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Geschichte der Neurowissenschaften:

  • vor 7000y: Prähistorische Gehirnchirurgie
  • vor 5000y: Ägyptische Schriften, viele Symptome von Gehirnschädigungen sind bekannt, aber: Herz wird als Sitz der Seele angesehen
  • griechische Antike: Hippokrates (460-370 v. Chr.), Gehirn=Organ der Sinneswahrnehmung und Sitz des Verstandes, Aristoteles (384-322 v. Chr.), Herz=Sitz des Verstandes, Gehirn= Ventilator
  • römisches Reich: Galen (130-200 n. Chr.): Gehirn=Sitz des Verstandes, Sektion von Schafhirnen, Großhirn (Sinneswahrnehmungen, Erinnerungen an Sinneswahrnehmungen), Kleinhirn (motorische Funktionen), beides wird durch Ventrikel gesteuert, Nerven sind analog Blutgefäßen
  • 1500-1900: Andreas Vesalius (1514-1564) entdeckte mehr Gehirnstrukturen, aber Hydraulikanalogie, vgl. René Descartes (1596-1650), Menschen haben im ggstz zu Tieren eine Seele (in Epiphyse), „Geist-Gehirn-Problem“ (materieller Monismus, Dualismus, idealistischer Monismus), 17. & 18. Jhd, weg von Ventrikeln, Unterscheidung graue und weiße Substanz, weiße Substanz führt Information zu grauer Substanz, Ende 18. Jhd. Nervensystem vollständig erfasst, Unterteilung der Hirnoberfläche in Gyri und Sulci
  • 19 Jhd: Spezifische Funktionen=versch. Bereiche des Gehirns, Phrenologie (Gall (1809) vs. Flourens), Paul Broca (1824-1880), Charles Darwin (1859, Tiermodelle), 1839: Theodor Schwann („Zelltheorie“)
  • „heute“: molekulare Neurowissenschaft, zelluläre Neurowissenschaft, systemische Neurowissenschaft, verhaltensorientierte Neurowissenschaft, kognitive Neurowissenschaft