Differentielle Psychologie 2:Prüfungsfragen-Auswahl

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Inhaltsverzeichnis

Sammlung

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Adoptionsstudien Grundprobleme und Aussagekraft (10x)

Grundsätzliche Probleme:

  • Repräsentativität für die Population, da Personen mit gleichen Genen (EZ) & Geschwister gleichen Alters (ZZ)
  • Wie verschieden sind die Umwelten wirklich? Umweltvarianz wahrscheinlich geringer als in Normalbevölkerung

Aussagekraft:

  • Untersuchungsansätze spezifische Probleme, kann leicht zu Über- / Unterschätzung der Heritabilität führen
  • Selektionseffekte durch Auswahl spezifischer Personengruppen
  • N ist meist klein
  • Quasi-experimente (Randomisierung bzw. Manipulation der UV nicht möglich)


CATELL Persönlichkeitstheorie (LF) (7x)

3 Datenarten zur Erfassung (1x)

  1. Q-Daten (questionnaire data): Selbstbeschreibungen → wenig objektiv
  2. L-Daten (life data): biographische Merkmale durch Beteiligung eines Dritten → objektiver
  3. T-Daten (test data): objektive Persönlichkeitstests → höchster Objektivitätsgrad


Bereiche der Persönlichkeit (2x)

  • Ability Traits: Fähigkeits- Fertigkeits- Intelligenzbereich (Wie gut kann Leistung vollbracht werden?)
  • Temperament Traits: das „Wie“ des Verhaltens, Stil (bspw. persönliches Tempo)
  • Dynamic Traits:
    → Ergic Drives
    (biologisch verankerte motivationale Komponente, bspw. Sexualität, Angst)
    → Sentiments, Attidues
    (motivationale Einstellungen, Haltungen; aber eher gelernt, bspw. politische Einstellungen)
    Roles (dynamische Merkmale, durch Gruppenzugehörigkeiten bedingt)
  • States: momentane Gefühle, Stimmungen, Zustände


Ebenen der Verhaltensbeobachtung

  • surface traits (beobachtbar)
  • source traits (Grundwesenszüge, mit FA erschließbar)


Entstehungsgeschichte des 16PF

Annahme: für beobachtbare Verhaltensweisen (Surface Traits) gibt es sprachliche
Entsprechung
- „Psycholoexikalische Studie“: Wörter zusammensuchen, die menschliche Eigenschaften
beschreiben
Reduktionsschritte (Kategorisierung, Synonyma herausfiltern)
→ 171 bipolare Gegensatzpaare (wach vs. geistesabwesend)
- Datenerhebung: L-Daten (Beurteilung von Menschen nach 171 Variablen
- Faktorenanalyse: 12 Persönlichkeitsfaktoren (Source Traits)
- Überprüfung mit Q-Daten: weitere 4 Faktoren
-16 Primärfaktoren und 5 Sekundärfaktoren

3 Indizes zu Antwortstilen im 16 PF-R

  1. Impression Management: sozial erwünschte Antworten bzw. negative Übertreibung
  2. Akquieszenz: Tendenz, allen Items zuzustimmen
  3. Infrequenz: viele ungewöhnliche Antworten, scheinbar eher zufällig (Entscheidungsunfähigkeit, Antworten immer in Mittelkategorien geben, Lese- bzw. Verständnisschwierigkeiten, Versuch einen falschen Eindruck zu
    erwecken)


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EYSENCK Persönlichkeitstheorie von H.J. Eysenck (LF 6x)

3 Kennzeichen seiner Theorie

  • 3 orthogonale (unabhängige) Superfaktoren (Sekundärfaktoren: Extraversion/Introversion (bi), Neurotizismus, Psychotizismus (uni))
  • Bemühen um biologische Fundierung
  • Hypothetico-deductive method (FA wird hypothesengenerierend eingesetzt)

Ausgangspunkt: Daten aus Verhaltensratings, Fragebögen, objektiven Tests
→ Resultat: hierarchisches Modell mit 4 Ebenen:

  1. spezifische Reaktionen (beobachtbar)
  2. habituelle, gewohnheitsmäßige Reaktionen (individuell spezifisch)
  3. Trait-Niveau (Eigenschafts-Niveau: Primärfaktoren), Korrelate
  4. Typus-Niveau (Sekundär- und Superfaktoren)


3 Superfaktoren:

a) Psychotizismus (11x)

Annahme: Kontinuums zwischen normal und psychotisch (vgl. Kretschmer), weil kein differenzierender Faktor Schiz-Dep identifiziert;
Abfolge der Gruppen: Normale – Schizophrene – manisch Depressive

viel später Skalenkonstruktion (20 Items) mit 2 Prämissen

  1. - Unabhängigkeit der Dimension von anderen beiden Superfaktoren
  2. - Diskriminationsmöglichkeit der Psychotiker von Normalen und Neurotikern

Iteminhalteeigenständig, nicht um andere kümmernd, grausam, gefühlsarm - keine psychotischen Symptome, geht nur um psychotische Tendenz

Kritik an Skala:

  • Validität und Reliabilität mangelhaft
  • P-Dimension nicht absolut eigenständig
  • Begriff Psychopathie geeigneter als Psychotizismus
  • eigentlich keine biologische Fundierung
    → Eysenck schließt aufgrund der Zusammenhänge von P-Werten des männlichen Geschlechts mit sozial abweichendem Verhalten und Auftreten einer Chromosomen-Aberration (Hochwuchs und gestörtes Sozialverhalten) auf primär genetische Determination

b) Neurotizismus (12x)

Grundlage: Untersuchung an 700 „neurotischen“ Soldaten
Personen mit hohen N-Werten stehen für emotional labil, überempfindlich, Schwierigkeiten im Umgang mit
emotional negativen Erfahrungen, negative Affektlage, somatische Beschwerden

biologische Grundlage bei emotional Labilen

  • niedrige Erregungsschwelle des limbischen Systems
  • traumatisches Erlebnis (UCS) führt zu starken vegetativen Reaktionen (UCR)
  • neutraler Stimulus (NS), der 1x mit traumatischem Erlebnis verbunden war, löst auch allein vegetative Reaktion aus (CR Konditionierung)
  • Vermeidung des konditionierten Stimulus bewirkt, dass es nicht zur Löschung kommt

Itembeispiele

  • Fühlen sie sich manchmal glücklich, manchmal deprimiert, ohne offensichtlichen Grund
  • Kann man ihre Gefühle leicht verletzen
  • Sind sie irritierbar
  • Glauben sie manchmal minderwertig zu sein
  • Leiden sie unter Schlaflosigkeit

c) Extra-/Intraversion (8x)

Extraversion: gesellig, viele Freunde, impulsiv, optimistisch, Gefühle nicht immer unter
Kontrolle, teilweise unzuverlässig
Introversion: zurückhaltend-introspektiv, reserviert, distanziert, nicht impulsiv, ernste
Lebenseinstellung, Gefühle unter Kontrolle, ethnische Normen

biologische Grundlage
ARAS aufsteigendes retikuläres aktivierendes System steuert Aktivierung
exzitatorische Prozesse maßgeblich für Konditionierung, inhibitorische für Löschung (Verlernen, Vergessen)

  • Extravertierte
    schwache exzitatorische Potentiale, intensivere inhibitorische Prozesse
    → brauchen höheren Grad an Stimulation um lernförderliche exzitatorische Potentiale auszubilden
  • Introvertierte
    starke exzitatorische Potentiale, schwache inhibitorische Prozesse
    → Abschirmung, da „schwache Nerven“ (benötigen keine Außenreize zum Lernen und Wohlfühlen)


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FEHR BIG 5: Gewissenhaftigkeit (3x)

  • Selbstkontrolle hinsichtlich Planung, Durchführung von Aufgaben
  • Zielstrebigkeit, Genauigkeit, Ehrgeiz, Disziplin

Dimension „Gewissenhaftigkeit“
- wie eng mit Aufgaben und Zielen verpflichtet?

  • hohes Maß:
    zeigt Selbstdisziplin (Fokussierung auf Aufgabe), kontrolliert zertreuende Reize, konstante Ausrichtung auf Karriere (leitende Personen, wenn zu extrem: Workaholic)
    → selbstüberzeugt, sicher, fähig und effektiv, systematisch, ordentlich, zuverlässig, konzentriert, sorgfältig, unbeirrt, nachhaltig
  • geringes Maß: reizoffene, ablenkbarem spontane Aufmerksamkeit, locker, arbeiten nicht weniger, sondern weniger zielbestimmt (fördert Kreativität)
    → nachlässig, irritierbar, verunsicherbar, unorganisiert, unmethodisch, chaotisch, flüchtig, unzuverlässig, gegenüber Erfolg gleichgültig, zerstreut, hastig
  • mittlerer Bereich: pendeln zwischen Fokus und Lockerheit (Produktion und Forschung)

FEHR BIG 5: Negative Emotionalität (2x)

Stärke und Häufigkeit der nötigen Reize, um von eigenen Gefühlen beeindruckt zu werden

  • belastbare Menschen benötigen stärkere bzw. mehr Reize
    → eher rational, wirken unbeeindruckt, eingesetzt als Fluglotsen, Managern, Ingenieuren
    → unbesorgt, entspannt, ruhig, gelassen, optimistisch, ungezwungen, unbefangen, beherrscht, kontrolliert, stressresistent
  • sensible Menschen: erfährt Gefühle stärker, eingesetzt in sozialen Berufen
    → ängstlich, besorgt, erregbar, reizbar, frustriert, pessimistisch, befangen, gehemmt, ungezügelt, exzessiv, vulnerabel, verletzlich

FEHR BIG 5: Verträglichkeit (5x)

Kooperation vs. Konkurrenz
- Verträglichkeit: anderen entgegenkommen, Konfrontationen vermeiden, anpassen

  • nachgiebig-anpassend:
    ordnet eigene Bedürfnisse unter, übernimmt Normenharmoniebedürftig, oftmals Kundendienst, Dienstleistungspersonal
    → vertrauensvoll, aufrichtig, altruistisch, entgegenkommend, bescheiden, mitfühlend
  • kompetitiver Antagonist: auf persönliche Normen und Anliegen fixiert, Macht und Einfluss erlangen, konkurriert gern, will „dagegen halten“, hartnäckig, wettbewerbsorientiert, Verfolgung eigener Ziele
    → misstrauisch, zeigt Karten nicht offen, egozentrisch, aggressiv, kompetitiv, überlegen,
    distanziert, zurückhaltend
  • mittlerer Bereich: Verhandler

Heritabilität: Schätzer H2, Interpretation, Kritik (LF 5x)

  • Merkmalsunterschiede zwischen eineiigen Zwillingen (EZ) denjenigen von zweieiigen Zwillingen (ZZ) gegenübergestelltIntraklassenkorrelationen - wie Pearson Korr gerechnet

Voraussetzung: Umweltvarianz von EZ und ZZ ist gleich groß!
Varianzen beider Messwertreihen gleich groß und entsprechen auch phänotypischer Gesamtvarianz

s2(R1) = s2(R2) = s2(M)


        Cov (R1,R2)
rez= -------------------
             s2(M)


r ist bei EZ größer als bei ZZ, da größere genetischen Ähnlichkeit von EZ: 100%, ZZ 50% gleiche Allele.

„genetischen Einfluß“ (Heritabilität) bzgl. einer Eigenschaft zu schätzen

  • Formel von Falconer: H2 = 2 (rez – rzz) verwenden!<u</u>

Interpretation:

  • hohes H2: Trait-Unterschiede zwischen Genotypen groß, verglichen mit Umwelteinflüssen innerhalb eines Genotyps
  • kann von Kultur zu Kultur und Zeitpunkt zu Zeitpunkt schwanken - nicht konstant
  • Erhebung Umwelteffekte notwendig für vernünftige Anlage-Umwelt Forschung


JENSEN Genetisches Modell nach Jensen (LF 9x)

p = Vg + Vam + Vd + Vep    +    Ve + Vin + 2Cov(g,e) + Vf

V(Anlage) + V(Umwelt)
s²p phänotypische Varianz in Population (Gesamtvarianz eines Merkmals)

  • Vg genetische oder additive Varianz
    → Variabilität aufgrund unterschiedlich geerbter Gene
  • Vam „assortative mating“ (gezielte Partnerwahl)
    → Bsp.: Korrelation der Intelligenzen von Ehepartnern = 0,5
    → Kinder von Ehepartnern sind einander ähnlicher als bei Zufallsauswahl
    → Variabilität innerhalb der Familie kleiner, zwischen Familien größer
  • 'Vd Dominanzabweichungen
    → Zusammentreffen vererbter
    r'
    ezessiver Gene mit korrespondierenden dominanten Genen.
  • Vep  Epistase (Interaktionen zwischen Genen an 2 oder mehreren Loci)
    → Gen-Wechselwirkungen innerhalb des Genotyps eines Individuums
    → Gen wirkt verstärkend bzw. abschwächend
  • Ve aufgrund von Umweltbedingungen
  • Vin Interaktions-Varianzanteil zwischen genetischen und Umweltfaktoren
    → unterschiedliche Genotypen reagieren in unterschiedlicher Weise auf identische
    Umweltbedingungen (Interaktion)
    → Bsp.: Eineiige Zwillinge reagieren in gleicher Situation verschieden
  • Cov(g,e) Kovarianz von Anlage und Umwelt
    → verschiedene Genotypen sind verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt
    - aktiver Typ: für genetische Ausstattung geeignete Umwelt herstellen
    - passiver Typ: durch Verhalten genetisch verwandter Personen Umweltbedingungen geboten
    - reaktiver Typ: Umwelt reagiert unterschiedlich auf unterschiedliche Individuen → Passung

Vf Fehler-V aufgrund mangelnder Zuverlässigkeit der Erhebung

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Prozess nach JUNG (4x)

'Individuation(Selbstverwirklichung): psychische Entfaltung, je nach Lebensphase
- in
erster Lebenshälfte:soziale Anpassungan äußere Realität
→ was
nicht akzeptiert wird, wird in persönliches Unbewusste verdräng'
t und in Außenwelt als Träume oder Projektionen aus Objekte „erlebt“
Anima (im Mann) und Animus (in Frau) sind Seelenbilder des anderen Geschlechts werden in Träumen und Phantasien erlebt
- in zweiter Lebenshälfte: Anima und Animus werden an sich selbst gefunden und erlebt


KELLY Langfrage: Kognitive Persönlichkeitskonstrukttheorie (12x)

Annahme: keine Objektive Realität bzw. Wahrheit
- Theorie handelt von Bildern, die Individuen von der(menschlichen) Welt und sich selbst entwerfen
Bildung von Konstrukten: immer mindestens 2 ähnlich wahrgenommene und 1 verschiedenes Element

Konstrukte

  • bipolar - 1 Ähnlichkeits, 1 Kontrastpol
  1. Kernkonstrukte: grundlegend für Funktionieren des Menschen
  2. periphere Konstrukte: können geändert werden

therapeutischer Ansatz: Konstrukt Faulheit interpretierbar, wenn Gegebenheiten bekannt und welche als gegensätzlich angesehen werden
→ Problem ist oft Betonung des Konstruktsschuldig/unschludig“ bei Partnern


kognitive Komplexität: Person ist kognitiv komplexer, je mehr persönliche Konstrukte sie zur Beschreibung ihrer sozialen Umwelt benutzt

  • Messmethode: REP-Test
    → TP macht Reihe von Vergleichen zwischen jeweils 3 Personen aus Bekanntschaft
    → jeweils 2 Menschen sollen in Beschreibungskategorie übereinstimmen (Ähnlichkeit)
    Dritter soll sich unterscheiden (Kontrast)
    individuelles Konstrukt (TP bestimmt Beschreibungskategorie)
  • Analyse der REP-Testdaten
    Inhalt und Zahl (kognitive Komplexität) der produzierten Konstrukte erlauben Rückschlüsse auf kognitive Struktur
    - Vergleich von Personen (z.B. Selbstbild mit Wunschbild) aufschlussreich
    - Interpretation von Inhalten: psychische Störungen als Folge überdauernder Anwendung invalider Konstrukte

Kritik
a) Stärken

  • Betonung des kognitiven Prozesses als zentralen Aspekt der Persönlichkeit
  • sowohl Ganzheit des Individuums als auch Gesetzmäßigkeiten, nach denen Persönlichkeit im Allgemeinen funktioniert
  • flexible, theoriebezogene Technik zur Personeneinschätzung und -Forschung

b) Schwächen

  • wichtige Aspekte (Entwicklung, Emotionen, Motivation) der Persönlichkeit unberücksichtigt
  • Operationalisierung problematisch, da keine standardisierte Messung

kognitive Komplexität bisher nicht mit allgemeinem Forschungs- und Theorieansatz verbunden

  • nicht theorieverbreiternd

KREATIV (definition, psychometrie, biologische grundlagen) (LF 5x)

Definition: Konstrukt zwischen Intelligenz- und Persönlichkeitstheorien

  • latentes Persönlichkeitsmerkmal, das nur über kreative Leistungen zu erfassen ist
  • Fähigkeit zum originellen und problemangepassten Handeln.

2 Eigenschaften von kreativer Leistung (6x)

  • Problem-Adäquatheit (A) angepasst
  • Originalitätsgrad (O) selten, ungewöhnlich
  • K=A x O

Psychometrie & Faktoren der Kreativität (5x)

Grundlage: SOI Structure of Intellect (Guillford) beinhaltet

  • konvergente Produkte = viele Lösungen zu Problem
  • divergente Produkte = nur eine, richtige Lösung finden

Merkmale:

  • quantitativ: Originalität, Flüssigkeit (Anzahl)
  • qualitativ: Flexibilität, Elaboration (Ausarbeitungsgrad)

Biologische Aspekte (2)

  • Aktivierungsniveau (Kris): Kreative Personen können (absinkende Aktivierung) leichter zwischen zwei mentalen Zuständen umschalten (primär- sekundärprozesh)
  • breitere Aufmerksamkeitsspanne bei Kreativen: Aufmerksamkeit auf mehrere Elemente
  • Lateralisation: rechte Gehirnhälfte kreativer (links präsentierte Aufgabe, kreativere Lösung)
  • Frontalcortex hat Inhibitionsfunktion

Intelligenz als Bestandteil von kreativität

Sternberg & Lubarts - Investment Theory

Grundaussage: Kreative Personen „kaufenbillig, „verkaufenteuer. Ihre Kreationen entstehen mit einem „niedrigen Gewinn/Aufwand Quotienten“. Durch Überzeugung der „Kunden“ erhöht sich dieser Quotient

Kreative Leistungen entstehen durch Intelligenz, Wissen, Denkstile, Persönlichkeit, Motivation und Umgebungsvariablen. benötigt: synthetische, praktische, analytische Intelligenz

Intelligenz und Kreativität als sich nicht überlappendes Konstrukt (3x)

Studie von Wallach & Kogan:

Datenerhebung: Zehnjährige; spielähnliche Situation für 5 Kreativitätstests und einige Subtests Intelligenztests.

Beurteilung: Kreativität gemessen durchZahl und Originalität der produzierten Ideen bei folgenden Aufgabentypen:

  • Instances Test - Bsp: Nennen runder Dinge; kreativ: Mauselöcher, wenig kreativ: Knöpfe
  • Alternative Uses Test - Bsp: Nennen von verschied. Verwendungszwecken z.B. einer Zeitung; kreativ: Zerreißen bei Wutanfall, wenig kreativ: Papiertüten falten
  • Similarities  - Bsp. Wie ähnlich sind sich Fleisch u. Milch ? kreativ: staatliche Prüfung der Qualität, wenig kreativ: beides tierische Produkte
  • Pattern Meanings - Bsp: Was alles könnte dieses Bild darstellen ? (Bild: 1 zentrales Dreieck, umgeben von 3 Kreisen; kreativ: 3 Mäuse verspeisen Käsedreieck, wenig kreativ: 3 Menschen um Tisch
  • Line Meaning - Bsp: Was alles könnte eine horizontale Linie darstellen ? kreativ: einen Ameisenstrom; wenig kreativ: einen Stab.

Ergebnisse:

r = 0,41 → kreative Leistungen untereinander

r = 0,51 → Intelligenzleistungen
r = 0,09 → Kreativität und Intelligenz

→ Überlappung minimal, nicht signifikant, nicht inhaltlich bedeutsam.


Kretschmer Typologie + Kritik an der klassischen Typologie (4x)

Theorie: Geisteskranke unterscheiden sich im Erleben und Verhalten von psychisch Unauffälligen nur quantitativ, nicht qualitativ. Charaktereigenschaften im Normalbereich treten in übersteigerter Form auf.
3 „Konstitutionstypen“:

  • Leptosomer Typ: Schizophrenie, schizothymes Temperament (ungesellig, empfindsam, humorlos, nervös)
  • Athletischer Typ:  Epilepsi, visköses Temp. (Beharrungstendenzen, Neigung zu stereotype Handlungen)
  • Pyknischer Typ: Depression, Manie 􏰀 zyklothymes Temp.
    (gesellig, humoristisch, gutherzig, freundlich)

Repression und Sensitization: Erklärung plus Unterschiede (5x)

kontinuierlich variierendes Merkmal, bipolar, verschiedene Arten, mit Angst auslösenden Reizen oder Simulationen fertig zu werden

  • Repression: Emotional negativ assoziierte Reize werden vermieden bzw. möglichst nicht zur Kenntnis genommen
  • Sensitization: Emotional negativ assoziierten Reize wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet

perceptual defense = emotional besetzte Wörter - höhere Erkennungsschwellen als neutrale Wörter → Konstrukt „Repression“
perceptual vigilance = negativ besetzte, emotionale Reizwörter früher erkannt als Wörter mit mittlerem Emotionalitätsgehalt → Konstrukt „Sensitization“

ROGERS Persönlichkeitstheorie (LF 3x)

Menschenbild (2x)

  • den Glauben an das Gute im Menschen
  • die Ansicht, dass jeder Mensch freiwillig in Richtung Selbstaktualisierung, Reife und Sozialisation strebt
  • Toleranz anderen und anderem gegenüber.

STRUKTUR bei Rogers (Real-Selbst+Ideal-Selbst) (4x)

  • (Real-)Selbst: bewusstes, kohärent, integriertes Wahrnehmungsmuster, Teile, die mit „mein“, „ich“ oder „selbst“ bezeichnet
  • Ideal- Selbst: Jenes Selbstkonzept, das ein Individuum am liebsten besitzen würde.

Prozess (Hauptmotive)

Selbstaktualisierung, Konsistenz/Kongruenz (3x) und Notwendigkeit bedingungsloser Anerkennung (7x)
  • Selbstaktualisierung: Tendenz Organismus zu aktualisieren, zu erhalten und zu erhöhen, Entwicklung eigener Persönlichkeit
    (von Abhängigkeit zu Unabhängigkeit, von einfacher zu differenzierter Struktur, von Starrheit zu Veränderung)
      (-) Es ist immer notwendig, dass andere bestätigen, was ich tue
      (+) Ich schäme mich wegen keines meiner Gefühle
  • Konsistenz: Konfliktfreiheit zwischen einzelnen Selbstwahrnehmungen
  • Kongruenz: Konfliktfreiheit zwischen Selbstwahrnehmung und der aktuell erfahrenen Realität.
    Im Konfliktfall (Inkongruenz) entsteht das Gefühl der Angst 
    Abwehrmöglichkeit: Verleugnen der Realität → Psychose
  • Notwendigkeit bedingungsloser positiver Anerkennung: Erfüllt Bedürfnisse nach Wärme, Respekt, Sympathie, Liebe, usw. unbedingt!

ROGERS Therapie Faktoren für erfolgreiche Psychotherapie (2x)

  • Empathie: Fähigkeit, sich in die Gedankenwelt und das emotionale Empfinden eines Klienten einzufühlen
  • Echtheit: (Kongruenz): Fähigkeit, mit dem Klienten ehrlich „umzugehen“.
  • 'Akzeptanz': Fähigkeit, den Klienten als das zu akzeptieren, was er ist.

ZUCKERMAN Sensation Seeking (Zuckerman) (8x)

Thrill and Adventure Seeking

  • Experience Seeking (nonkonformistischer Lebensstil)
  • Disinhibition (Enthemmung, soziales Trinken, Aktivitäten)
  • Boredom Susceptibility (Abneigung gegen Monotonie)

Gesamtmaß korreliert mit Extraversion und Psychotizismus = .3 bis .4