Differentielle Psychologie 2:Prüfungsfragen

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  • die ► relevantesten Fragen für den 07.10.2010 (ausgewählt sind die häufigsten 50% der Sammlung)!


Alle durchgestrichenen Fragen waren schon am 25.06.2010 und kommen deshalb wahrscheinlich nicht.

In Klammer steht wie oft die Frage schon gestellt wurde...

Inhaltsverzeichnis

Sammlung

16PF 3 Indizes zu Antwortstilen im 16 PF-R (3x)

  1. Impression Management: sozial erwünschte Antworten bzw. negative Übertreibung
  2. Akquieszenz: Tendenz, allen Items zuzustimmen
  3. Infrequenz: viele ungewöhnliche Antworten, scheinbar eher zufällig
    (Entscheidungsunfähigkeit, Antworten immer in Mittelkategorien geben,
    Lese- bzw. Verständnisschwierigkeiten, Versuch einen falschen Eindruck zu
    erwecken)


2 Ebenen der Verhaltens-Beobachtung (siehe Cattel)

  1. surface traits: beobachtbar
  2. source traits: Grundwesenszüge mit Faktorenanalyse erkundbar


4 Faktoren der Sensation Seeking Skala

  1. Thrill and Adventure Seeking
  2. Experience Seeking (nonkonformistischer Lebensstil)
  3. Disinhibition (Enthemmung, soziales Trinken, Aktivitäten)
  4. Boredom Susceptibility (Abneigung gegen Monotonie)

Gesamtmaß korreliert mit Extraversion und Psychotizismus = .3 bis .4


Adoptionsstudien Grundprobleme und Aussagekraft (10x)

Grundsätzliche Probleme:

  • Repräsentativität für die Population, da Personen mit gleichen Genen (EZ) & Geschwister gleichen Alters (ZZ)
  • Wie verschieden sind die Umwelten wirklich? Umweltvarianz wahrscheinlich geringer als in Normalbevölkerung

Aussagekraft:

  • Untersuchungsansätze spezifische Probleme, kann leicht zu Über- / Unterschätzung der Heritabilität führen
  • Selektionseffekte durch Auswahl spezifischer Personengruppen
  • N ist meist klein
  • Quasi-experimente (Randomisierung bzw. Manipulation der UV nicht möglich)


CATELL Persönlichkeitstheorie (LF) (7x)

3 Datenarten zur Erfassung (1x)

  1. Q-Daten (questionnaire data): Selbstbeschreibungen → wenig objektiv
  2. L-Daten (life data): biographische Merkmale durch Beteiligung eines Dritten → objektiver
  3. T-Daten (test data): objektive Persönlichkeitstests → höchster Objektivitätsgrad


Bereiche der Persönlichkeit (2x)

  • Ability Traits: Fähigkeits- Fertigkeits- Intelligenzbereich (Wie gut kann Leistung vollbracht werden?)
  • Temperament Traits: das „Wie“ des Verhaltens, Stil (bspw. persönliches Tempo)
  • Dynamic Traits:
    → Ergic Drives
    (biologisch verankerte motivationale Komponente, bspw. Sexualität, Angst)
    → Sentiments, Attidues
    (motivationale Einstellungen, Haltungen; aber eher gelernt, bspw. politische Einstellungen)
    Roles (dynamische Merkmale, durch Gruppenzugehörigkeiten bedingt)
  • States: momentane Gefühle, Stimmungen, Zustände


Ebenen der Verhaltensbeobachtung

  • surface traits (beobachtbar)
  • source traits (Grundwesenszüge, mit FA erschließbar)


Entstehungsgeschichte des 16PF

Annahme: für beobachtbare Verhaltensweisen (Surface Traits) gibt es sprachliche
Entsprechung
- „Psycholoexikalische Studie“: Wörter zusammensuchen, die menschliche Eigenschaften
beschreiben
Reduktionsschritte (Kategorisierung, Synonyma herausfiltern)
→ 171 bipolare Gegensatzpaare (wach vs. geistesabwesend)
- Datenerhebung: L-Daten (Beurteilung von Menschen nach 171 Variablen
- Faktorenanalyse: 12 Persönlichkeitsfaktoren (Source Traits)
- Überprüfung mit Q-Daten: weitere 4 Faktoren
-16 Primärfaktoren und 5 Sekundärfaktoren

3 Indizes zu Antwortstilen im 16 PF-R

  1. Impression Management: sozial erwünschte Antworten bzw. negative Übertreibung
  2. Akquieszenz: Tendenz, allen Items zuzustimmen
  3. Infrequenz: viele ungewöhnliche Antworten, scheinbar eher zufällig (Entscheidungsunfähigkeit, Antworten immer in Mittelkategorien geben, Lese- bzw. Verständnisschwierigkeiten, Versuch einen falschen Eindruck zu
    erwecken)



EYSENCK Persönlichkeitstheorie von H.J. Eysenck (LF 6x)

3 Kennzeichen seiner Theorie

  • 3 orthogonale (unabhängige) Superfaktoren (Sekundärfaktoren: Extraversion/Introversion (bi), Neurotizismus, Psychotizismus (uni))
  • Bemühen um biologische Fundierung
  • Hypothetico-deductive method (FA wird hypothesengenerierend eingesetzt)

Ausgangspunkt: Daten aus Verhaltensratings, Fragebögen, objektiven Tests
→ Resultat: hierarchisches Modell mit 4 Ebenen:

  1. spezifische Reaktionen (beobachtbar)
  2. habituelle, gewohnheitsmäßige Reaktionen (individuell spezifisch)
  3. Trait-Niveau (Eigenschafts-Niveau: Primärfaktoren), Korrelate
  4. Typus-Niveau (Sekundär- und Superfaktoren)


3 Superfaktoren:

a) Psychotizismus (11x)

Annahme: Kontinuums zwischen normal und psychotisch (vgl. Kretschmer), weil kein differenzierender Faktor Schiz-Dep identifiziert;
Abfolge der Gruppen: Normale – Schizophrene – manisch Depressive

viel später Skalenkonstruktion (20 Items) mit 2 Prämissen

  1. - Unabhängigkeit der Dimension von anderen beiden Superfaktoren
  2. - Diskriminationsmöglichkeit der Psychotiker von Normalen und Neurotikern

Iteminhalteeigenständig, nicht um andere kümmernd, grausam, gefühlsarm - keine psychotischen Symptome, geht nur um psychotische Tendenz

Kritik an Skala:

  • Validität und Reliabilität mangelhaft
  • P-Dimension nicht absolut eigenständig
  • Begriff Psychopathie geeigneter als Psychotizismus
  • eigentlich keine biologische Fundierung
    → Eysenck schließt aufgrund der Zusammenhänge von P-Werten des männlichen Geschlechts mit sozial abweichendem Verhalten und Auftreten einer Chromosomen-Aberration (Hochwuchs und gestörtes Sozialverhalten) auf primär genetische Determination

b) Neurotizismus (12x)

Grundlage: Untersuchung an 700 „neurotischen“ Soldaten
Personen mit hohen N-Werten stehen für emotional labil, überempfindlich, Schwierigkeiten im Umgang mit
emotional negativen Erfahrungen, negative Affektlage, somatische Beschwerden

biologische Grundlage bei emotional Labilen

  • niedrige Erregungsschwelle des limbischen Systems
  • traumatisches Erlebnis (UCS) führt zu starken vegetativen Reaktionen (UCR)
  • neutraler Stimulus (NS), der 1x mit traumatischem Erlebnis verbunden war, löst auch allein vegetative Reaktion aus (CR Konditionierung)
  • Vermeidung des konditionierten Stimulus bewirkt, dass es nicht zur Löschung kommt

Itembeispiele

  • Fühlen sie sich manchmal glücklich, manchmal deprimiert, ohne offensichtlichen Grund
  • Kann man ihre Gefühle leicht verletzen
  • Sind sie irritierbar
  • Glauben sie manchmal minderwertig zu sein
  • Leiden sie unter Schlaflosigkeit

c) Extra-/Intraversion (8x)

Extraversion: gesellig, viele Freunde, impulsiv, optimistisch, Gefühle nicht immer unter
Kontrolle, teilweise unzuverlässig
Introversion: zurückhaltend-introspektiv, reserviert, distanziert, nicht impulsiv, ernste
Lebenseinstellung, Gefühle unter Kontrolle, ethnische Normen

biologische Grundlage
ARAS aufsteigendes retikuläres aktivierendes System steuert Aktivierung
exzitatorische Prozesse maßgeblich für Konditionierung, inhibitorische für Löschung (Verlernen, Vergessen)

  • Extravertierte
    schwache exzitatorische Potentiale, intensivere inhibitorische Prozesse
    → brauchen höheren Grad an Stimulation um lernförderliche exzitatorische Potentiale auszubilden
  • Introvertierte
    starke exzitatorische Potentiale, schwache inhibitorische Prozesse
    → Abschirmung, da „schwache Nerven“ (benötigen keine Außenreize zum Lernen und Wohlfühlen)


Transmarginale Hemmung (1x)

Wird Stimulationsgrad zu hoch treten sog. Transmarginale Hemmungen im Sinne einer Schutzfunktion ein, die einer weiteren Aktivierung entgegenwirken.

Bei steigender Reizintensität empfinden zuerst Introvertierte, dann der Populationsdurchschnitt und zuletzt Extravertierte den Stimulus als angenehm. In gleicher Weise tritt auch die Transmarginale Hemmung bei Introvertierten früher ein als beim Rest der Population.


FEHR BIG 5: Gewissenhaftigkeit (3x)

  • Selbstkontrolle hinsichtlich Planung, Durchführung von Aufgaben
  • Zielstrebigkeit, Genauigkeit, Ehrgeiz, Disziplin

Dimension „Gewissenhaftigkeit“
- wie eng mit Aufgaben und Zielen verpflichtet?

  • hohes Maß:
    zeigt Selbstdisziplin (Fokussierung auf Aufgabe), kontrolliert zertreuende Reize, konstante Ausrichtung auf Karriere (leitende Personen, wenn zu extrem: Workaholic)
    → selbstüberzeugt, sicher, fähig und effektiv, systematisch, ordentlich, zuverlässig, konzentriert, sorgfältig, unbeirrt, nachhaltig
  • geringes Maß: reizoffene, ablenkbarem spontane Aufmerksamkeit, locker, arbeiten nicht weniger, sondern weniger zielbestimmt (fördert Kreativität)
    → nachlässig, irritierbar, verunsicherbar, unorganisiert, unmethodisch, chaotisch, flüchtig, unzuverlässig, gegenüber Erfolg gleichgültig, zerstreut, hastig
  • mittlerer Bereich: pendeln zwischen Fokus und Lockerheit (Produktion und Forschung)

FEHR BIG 5: Negative Emotionalität (2x)

Stärke und Häufigkeit der nötigen Reize, um von eigenen Gefühlen beeindruckt zu werden

  • belastbare Menschen benötigen stärkere bzw. mehr Reize
    → eher rational, wirken unbeeindruckt, eingesetzt als Fluglotsen, Managern, Ingenieuren
    → unbesorgt, entspannt, ruhig, gelassen, optimistisch, ungezwungen, unbefangen, beherrscht, kontrolliert, stressresistent
  • sensible Menschen: erfährt Gefühle stärker, eingesetzt in sozialen Berufen
    → ängstlich, besorgt, erregbar, reizbar, frustriert, pessimistisch, befangen, gehemmt, ungezügelt, exzessiv, vulnerabel, verletzlich

FEHR BIG 5: Verträglichkeit (5x)

Kooperation vs. Konkurrenz
- Verträglichkeit: anderen entgegenkommen, Konfrontationen vermeiden, anpassen

  • nachgiebig-anpassend:
    ordnet eigene Bedürfnisse unter, übernimmt Normenharmoniebedürftig, oftmals Kundendienst, Dienstleistungspersonal
    → vertrauensvoll, aufrichtig, altruistisch, entgegenkommend, bescheiden, mitfühlend
  • kompetitiver Antagonist: auf persönliche Normen und Anliegen fixiert, Macht und Einfluss erlangen, konkurriert gern, will „dagegen halten“, hartnäckig, wettbewerbsorientiert, Verfolgung eigener Ziele
    → misstrauisch, zeigt Karten nicht offen, egozentrisch, aggressiv, kompetitiv, überlegen,
    distanziert, zurückhaltend
  • mittlerer Bereich: Verhandler

GEN Definition Allel, Genotyp, Rezessiv/dominante Vererbung

  • Allel: Ausprägung eines Gens, ein Gen kann 2 oder mehr Ausprägungen haben (A braune, a blaue Augen)
  • Genotyp: Gesamtheit der Erbinformation eines Individuums, ist durch Allelmuster definiert
  • Dominant-rezessiver Erbgang: von den beiden Allelen A und a, an Genen eines Chromosomenpaares, ist nur A (dominant) für den Phänotyp verantwortlich.

GEN Definition Gen, phänotyp, intermediärer Erbgang (2x)

  • Gen: ein bestimmter Locus des Chromosoms, wo Erbinformation sitzt
  • Phänotyp: Erscheinungsform, Ausprägung beobachtbarer Merkmale
  • intermediärer Erbgang: Allele A und a führen phänotypisch zu einer Mischung


GESCHLECHT COHEN Messung der Größe von Geschlechtsunterschieden (Effektgröße nach Cohen) (2x)

Effektgröße d = (Mw – Mm) / s wobei: Mw ... Mittelwert weiblich; Mm ... Mittelwert männlich

„d“ steigt bei Zunahme der Mittelwertsdifferenz und bei Abnahme der Standardabweichung

Geschlechtsunterschied unabhängig von der betrachteten Eigenschaft (Merkmal) und den Verteilungseigenschaften in der speziellen Stichprobe!
Ergebnis: Wenn man Effektgrößen für eine bestimmte Eigenschaft aus Einzelstudien errechnet und mittelt → zuverlässiges Maß dieses Merkmal = Metaanalyse


GESCHLECHT Entwicklung des geschlechtsverständnisses

Kinder müssen 3 Leistungen erbringen, um Geschlechtskonzept der eigenen Kultur zu
übernehmen
→ Geschlechtsstereotyp: welche Merkmale sind männlich/weiblich?
→ Geschlechtsrollenerwerb: welche Geschlechterrollen herrschen vor?
→ Geschlechtskonstanz: Geschlecht ist unveränderlich

GESCHLECHT Hypothese bezüglich Raumvorstellung ***

Theorie: Raumvorstellung x-chromosomal rezessiv vererbt, deswegen Männer bessere Raumvorstellung.

nicht bestätigt


GESCHLECHT und Geschlechtsstereotype

Geschlecht: = biologisches Faktum
♂ oder ♀ ist an Geschlechtsorganen erkennbar, korreliert fast perfekt mit chromosomalem Geschlecht (XX♀ od. XY♂).

Eltern:  ausgeprägtes Geschlechtsstereotypkulturell geprägtes Meinungssystem über Eigenarten, das früh Erwartungen prägt, und die Wahrnehmung beeinflusst Geschlechtstereotyp ist primär ein Merkmal der Kultur, kann sekundär auch individuelle Züge haben!

Meinungen über Geschlechtsunterschiede: selten völlig falsch, aber verallgemeinert, übertrieben:

Geschlechtsstereotyp bezüglich Mittelwert: Überlappungsbereich meist viel größer

Geschlechtsstereotyp bezüglich Varianz: selten gleich, teils größer bei Männer, teils bei Fraue (Ausreißer)

Heimkindstudie (2x)

  • Erwartung: Nichtverwandte Pflege- oder Heimkinder, die gemeinsam aufgewachsen sind, würden aufgrund gleichartiger Umweltbedingungen ähnlicher sein. (z.B.: IQ)
  • Kritik: Die Voraussetzung für eine konklusive Interpretation, dass Pflegekinder hinsichtlich ihres Genotyps eine Zufallsstichprobe darstellen, ist unplausibel.

Heritabilität: Schätzer H2, Interpretation, Kritik (LF 5x)

  • Merkmalsunterschiede zwischen eineiigen Zwillingen (EZ) denjenigen von zweieiigen Zwillingen (ZZ) gegenübergestelltIntraklassenkorrelationen - wie Pearson Korr gerechnet

Voraussetzung: Umweltvarianz von EZ und ZZ ist gleich groß!
Varianzen beider Messwertreihen gleich groß und entsprechen auch phänotypischer Gesamtvarianz

s2(R1) = s2(R2) = s2(M)


        Cov (R1,R2)
rez= -------------------
             s2(M)


r ist bei EZ größer als bei ZZ, da größere genetischen Ähnlichkeit von EZ: 100%, ZZ 50% gleiche Allele.

„genetischen Einfluß“ (Heritabilität) bzgl. einer Eigenschaft zu schätzen

  • <u</u>Formel von Falconer: H2 = 2 (rez – rzz) verwenden!<u</u>

Interpretation:

  • hohes H2: Trait-Unterschiede zwischen Genotypen groß, verglichen mit Umwelteinflüssen innerhalb eines Genotyps
  • kann von Kultur zu Kultur und Zeitpunkt zu Zeitpunkt schwanken - nicht konstant
  • Erhebung Umwelteffekte notwendig für vernünftige Anlage-Umwelt Forschung

JENSEN Genetisches Modell nach Jensen (LF 9x)

p = Vg + Vam + Vd + Vep    +    Ve + Vin + 2Cov(g,e) + Vf

V(Anlage) + V(Umwelt)
s²p phänotypische Varianz in Population (Gesamtvarianz eines Merkmals)

  • Vg genetische oder additive Varianz
    → Variabilität aufgrund unterschiedlich geerbter Gene
  • Vam „assortative mating“ (gezielte Partnerwahl)
    → Bsp.: Korrelation der Intelligenzen von Ehepartnern = 0,5
    → Kinder von Ehepartnern sind einander ähnlicher als bei Zufallsauswahl
    → Variabilität innerhalb der Familie kleiner, zwischen Familien größer
  • 'Vd Dominanzabweichungen
    → Zusammentreffen vererbter
    r'
    ezessiver Gene mit korrespondierenden dominanten Genen.
  • Vep  Epistase (Interaktionen zwischen Genen an 2 oder mehreren Loci)
    → Gen-Wechselwirkungen innerhalb des Genotyps eines Individuums
    → Gen wirkt verstärkend bzw. abschwächend
  • Ve aufgrund von Umweltbedingungen
  • Vin Interaktions-Varianzanteil zwischen genetischen und Umweltfaktoren
    → unterschiedliche Genotypen reagieren in unterschiedlicher Weise auf identische
    Umweltbedingungen (Interaktion)
    → Bsp.: Eineiige Zwillinge reagieren in gleicher Situation verschieden
  • Cov(g,e) Kovarianz von Anlage und Umwelt
    → verschiedene Genotypen sind verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt
    - aktiver Typ: für genetische Ausstattung geeignete Umwelt herstellen
    - passiver Typ: durch Verhalten genetisch verwandter Personen Umweltbedingungen geboten
    - reaktiver Typ: Umwelt reagiert unterschiedlich auf unterschiedliche Individuen → Passung

Vf Fehler-V aufgrund mangelnder Zuverlässigkeit der Erhebung

JUNG Typenlehre nach Jung beschreiben (2x)

Typenlehre: Unterscheidung von Einstellungstyp und Funktionstyp

Würdigung und Kritik

umfangreiches, kreatives, intellektuell stimulierendes Gedankengebäude
mögliche Erklärungsansätze für transkulturelle persönlichkeitspsychologische Gemeinsamkeiten verschiedener Völker
Typenlehre ist forschungsanregend
Grundstein für anerkannte psychotherapeutische Richtung
mangelhafte Präzision der Begriffe und Konzepte → geringe Operationalisierbarkeit kaum empirisch 

Einstellungstyp E/I (3x)

beschreibt E/I als Reaktionshabitus von Personen anhand Richtung ihrer psychischen Energie („Libido“) bipolar

→ besonders ausgeprägt in erster Lebenshälfte

  • - Extravertierte: positives Verhältnis zum Objekt („Du“)
    Orientierung an äußeren Normen, Zeitgeist, Libido richtet sich an Außenwelt
  • - Introvertierte: negatives Verhältnis zum Objekt
    Orientierung an inneren subjektiven Faktoren, Libido richtet sich in Innenwelt


Funktionstyp (1x)

Erfassungs- Anpassungs- und Verarbeitungsmodus psychischer Gegebenheiten

  • rationale Funktionen: arbeiten mit Wertung (Stile: Denken, Fühlen)
  • irrationale Funktionen: bloße Wahrnehmung ohne Wertung (Stile: Empfinden, Intuieren)

innerhalb der Funktionen stehen sich2 Typen diametal gegenüber:
→ differenziert (superior) und unbewusst (inferior)

Verarbeitungsmodi

  • Denken:  nach Logisch/unlogisch
  • Empfinden nach angenehm/unangenehm (sehr bewusstes, detailgetreues Wahrnehmen)
  • Intuieren ganzheitliche unbewusste, „innere“ Wahrnehmung


Struktur (0x)

Komplexe: assoziativ miteinander verbundene Vorstellungen, Erlebnisse, Bilder, Wörter mit
gemeinsamer Gefühlstönung, ordnen sich um archetypischen Bedeutungskern
- Ich-Komplex: stellt das Bewusste dar
- alle anderen Komplexe: unbewusst, autonom, verarbeiten Signale, entscheiden über Art, wie
Umwelt wahrgenommen wird
- mehrere Komplexe formen psychische Struktur
- Unbewusstes
- persönlich Unbewusstes: Vergessenes bzw. Verdrängtes aus eigenem Leben
- kollektiv Unbewusstes: statische und dynamische Inhalte (mythologische Motive etc.)
- Erfassung von Komplexen mit Wortassoziationstest: Messung der Reaktionszeiten aus
Reizwörter (Verzögerung bedeutet gefühlsmäßige Beteiligung)

Prozess (4x)

'Individuation(Selbstverwirklichung): psychische Entfaltung, je nach Lebensphase
- in
erster Lebenshälfte:soziale Anpassungan äußere Realität
→ was
nicht akzeptiert wird, wird in persönliches Unbewusste verdräng'
t und in Außenwelt als Träume oder Projektionen aus Objekte „erlebt“
Anima (im Mann) und Animus (in Frau) sind Seelenbilder des anderen Geschlechts werden in Träumen und Phantasien erlebt
- in zweiter Lebenshälfte: Anima und Animus werden an sich selbst gefunden und erlebt


KELLY Langfrage: Kognitive Persönlichkeitskonstrukttheorie (12x)

Annahme: keine Objektive Realität bzw. Wahrheit
- Theorie handelt von Bildern, die Individuen von der(menschlichen) Welt und sich selbst entwerfen
Bildung von Konstrukten: immer mindestens 2 ähnlich wahrgenommene und 1 verschiedenes Element

Konstrukte

  • bipolar - 1 Ähnlichkeits, 1 Kontrastpol
  1. Kernkonstrukte: grundlegend für Funktionieren des Menschen
  2. periphere Konstrukte: können geändert werden

therapeutischer Ansatz: Konstrukt Faulheit interpretierbar, wenn Gegebenheiten bekannt und welche als gegensätzlich angesehen werden
→ Problem ist oft Betonung des Konstruktsschuldig/unschludig“ bei Partnern


kognitive Komplexität: Person ist kognitiv komplexer, je mehr persönliche Konstrukte sie zur Beschreibung ihrer sozialen Umwelt benutzt

  • Messmethode: REP-Test
    → TP macht Reihe von Vergleichen zwischen jeweils 3 Personen aus Bekanntschaft
    → jeweils 2 Menschen sollen in Beschreibungskategorie übereinstimmen (Ähnlichkeit)
    Dritter soll sich unterscheiden (Kontrast)
    individuelles Konstrukt (TP bestimmt Beschreibungskategorie)
  • Analyse der REP-Testdaten
    Inhalt und Zahl (kognitive Komplexität) der produzierten Konstrukte erlauben Rückschlüsse auf kognitive Struktur
    - Vergleich von Personen (z.B. Selbstbild mit Wunschbild) aufschlussreich
    - Interpretation von Inhalten: psychische Störungen als Folge überdauernder Anwendung invalider Konstrukte

Kritik
a) Stärken

  • Betonung des kognitiven Prozesses als zentralen Aspekt der Persönlichkeit
  • sowohl Ganzheit des Individuums als auch Gesetzmäßigkeiten, nach denen Persönlichkeit im Allgemeinen funktioniert
  • flexible, theoriebezogene Technik zur Personeneinschätzung und -Forschung

b) Schwächen

  • wichtige Aspekte (Entwicklung, Emotionen, Motivation) der Persönlichkeit unberücksichtigt
  • Operationalisierung problematisch, da keine standardisierte Messung

kognitive Komplexität bisher nicht mit allgemeinem Forschungs- und Theorieansatz verbunden

  • nicht theorieverbreiternd

KREATIV (definition, psychometrie, biologische grundlagen) (LF 5x)

Definition: Konstrukt zwischen Intelligenz- und Persönlichkeitstheorien

  • latentes Persönlichkeitsmerkmal, das nur über kreative Leistungen zu erfassen ist
  • Fähigkeit zum originellen und problemangepassten Handeln.

2 Eigenschaften von kreativer Leistung (6x)

  • Problem-Adäquatheit (A) angepasst
  • Originalitätsgrad (O) selten, ungewöhnlich
  • K=A x O

Psychometrie & Faktoren der Kreativität (5x)

Grundlage: SOI Structure of Intellect (Guillford) beinhaltet

  • konvergente Produkte = viele Lösungen zu Problem
  • divergente Produkte = nur eine, richtige Lösung finden

Merkmale:

  • quantitativ: Originalität, Flüssigkeit (Anzahl)
  • qualitativ: Flexibilität, Elaboration (Ausarbeitungsgrad)

Biologische Aspekte (2)

  • Aktivierungsniveau (Kris): Kreative Personen können (absinkende Aktivierung) leichter zwischen zwei mentalen Zuständen umschalten (primär- sekundärprozesh)
  • breitere Aufmerksamkeitsspanne bei Kreativen: Aufmerksamkeit auf mehrere Elemente
  • Lateralisation: rechte Gehirnhälfte kreativer (links präsentierte Aufgabe, kreativere Lösung)
  • Frontalcortex hat Inhibitionsfunktion

Intelligenz als Bestandteil von kreativität

Sternberg & Lubarts - Investment Theory

Grundaussage: Kreative Personen „kaufenbillig, „verkaufenteuer. Ihre Kreationen entstehen mit einem „niedrigen Gewinn/Aufwand Quotienten“. Durch Überzeugung der „Kunden“ erhöht sich dieser Quotient

Kreative Leistungen entstehen durch Intelligenz, Wissen, Denkstile, Persönlichkeit, Motivation und Umgebungsvariablen. benötigt: synthetische, praktische, analytische Intelligenz

Intelligenz und Kreativität als sich nicht überlappendes Konstrukt (3x)

Studie von Wallach & Kogan:

Datenerhebung: Zehnjährige; spielähnliche Situation für 5 Kreativitätstests und einige Subtests Intelligenztests.

Beurteilung: Kreativität gemessen durchZahl und Originalität der produzierten Ideen bei folgenden Aufgabentypen:

  • Instances Test - Bsp: Nennen runder Dinge; kreativ: Mauselöcher, wenig kreativ: Knöpfe
  • Alternative Uses Test - Bsp: Nennen von verschied. Verwendungszwecken z.B. einer Zeitung; kreativ: Zerreißen bei Wutanfall, wenig kreativ: Papiertüten falten
  • Similarities  - Bsp. Wie ähnlich sind sich Fleisch u. Milch ? kreativ: staatliche Prüfung der Qualität, wenig kreativ: beides tierische Produkte
  • Pattern Meanings - Bsp: Was alles könnte dieses Bild darstellen ? (Bild: 1 zentrales Dreieck, umgeben von 3 Kreisen; kreativ: 3 Mäuse verspeisen Käsedreieck, wenig kreativ: 3 Menschen um Tisch
  • Line Meaning - Bsp: Was alles könnte eine horizontale Linie darstellen ? kreativ: einen Ameisenstrom; wenig kreativ: einen Stab.

Ergebnisse:

r = 0,41 → kreative Leistungen untereinander

r = 0,51 → Intelligenzleistungen
r = 0,09 → Kreativität und Intelligenz

→ Überlappung minimal, nicht signifikant, nicht inhaltlich bedeutsam.


Kretschmer Typologie + Kritik an der klassischen Typologie (4x)

Theorie: Geisteskranke unterscheiden sich im Erleben und Verhalten von psychisch Unauffälligen nur quantitativ, nicht qualitativ. Charaktereigenschaften im Normalbereich treten in übersteigerter Form auf.
3 „Konstitutionstypen“:

  • Leptosomer Typ: Schizophrenie, schizothymes Temperament (ungesellig, empfindsam, humorlos, nervös)
  • Athletischer Typ:  Epilepsi, visköses Temp. (Beharrungstendenzen, Neigung zu stereotype Handlungen)
  • Pyknischer Typ: Depression, Manie 􏰀 zyklothymes Temp.
    (gesellig, humoristisch, gutherzig, freundlich)

LUCITO Hochbegabung 3 Definitionen (2x)

  • "ex post facto“: hochbegabt nach besonderer Leistung für Menschheit
    → nach Einschätzung der Eminenz (globaler Impact) und Produktivität (Zahl der geschaffenen Werke)
  • statistisch: oberster, entfernter Bereich der Normalverteilung (ab 140 o. Ä.)
  • integriert: wenn Potential der Person annehmen lässt, dass es bei entsprechender Förderung große Probleme löst, Innovationen einführt


NEO FFI Die 5 Skalen des NEO-FFI + je ein Markeritem (2x)

  1. Extraversion: Ich habe gerne viele Leute um mich herum.
  2. Agreeableness (Verträglichkeit): Manche Leute halten mich für kalt und berechnend.
  3. Conscientiousness (Gewissenhaftigkeit): Ich arbeite hart, um meine Ziele zu erreichen.
  4. Neurozitismus: Ich fühle mich of angespannt und nervös.
  5. Offenheit für Erfahrungen: Poesie beeindruckt mich wenig oder gar nicht.


Repression und Sensitization: Erklärung plus Unterschiede (5x)

kontinuierlich variierendes Merkmal, bipolar, verschiedene Arten, mit Angst auslösenden Reizen oder Simulationen fertig zu werden

  • Repression: Emotional negativ assoziierte Reize werden vermieden bzw. möglichst nicht zur Kenntnis genommen
  • Sensitization: Emotional negativ assoziierten Reize wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet

perceptual defense = emotional besetzte Wörter - höhere Erkennungsschwellen als neutrale Wörter → Konstrukt „Repression“
perceptual vigilance = negativ besetzte, emotionale Reizwörter früher erkannt als Wörter mit mittlerem Emotionalitätsgehalt → Konstrukt „Sensitization“

ROGERS Persönlichkeitstheorie (LF 3x)

Menschenbild (2x)

  • den Glauben an das Gute im Menschen
  • die Ansicht, dass jeder Mensch freiwillig in Richtung Selbstaktualisierung, Reife und Sozialisation strebt
  • Toleranz anderen und anderem gegenüber.

STRUKTUR bei Rogers (Real-Selbst+Ideal-Selbst) (4x)

  • (Real-)Selbst: bewusstes, kohärent, integriertes Wahrnehmungsmuster, Teile, die mit „mein“, „ich“ oder „selbst“ bezeichnet
  • Ideal- Selbst: Jenes Selbstkonzept, das ein Individuum am liebsten besitzen würde.

Prozess (Hauptmotive)

Selbstaktualisierung, Konsistenz/Kongruenz (3x) und Notwendigkeit bedingungsloser Anerkennung (7x)
  • Selbstaktualisierung: Tendenz Organismus zu aktualisieren, zu erhalten und zu erhöhen, Entwicklung eigener Persönlichkeit
    (von Abhängigkeit zu Unabhängigkeit, von einfacher zu differenzierter Struktur, von Starrheit zu Veränderung)
      (-) Es ist immer notwendig, dass andere bestätigen, was ich tue
      (+) Ich schäme mich wegen keines meiner Gefühle
  • Konsistenz: Konfliktfreiheit zwischen einzelnen Selbstwahrnehmungen
  • Kongruenz: Konfliktfreiheit zwischen Selbstwahrnehmung und der aktuell erfahrenen Realität.
    Im Konfliktfall (Inkongruenz) entsteht das Gefühl der Angst 
    Abwehrmöglichkeit: Verleugnen der Realität → Psychose
  • Notwendigkeit bedingungsloser positiver Anerkennung: Erfüllt Bedürfnisse nach Wärme, Respekt, Sympathie, Liebe, usw. unbedingt!

ROGERS Therapie Faktoren für erfolgreiche Psychotherapie (2x)

  • Empathie: Fähigkeit, sich in die Gedankenwelt und das emotionale Empfinden eines Klienten einzufühlen
  • Echtheit: (Kongruenz): Fähigkeit, mit dem Klienten ehrlich „umzugehen“.
  • 'Akzeptanz': Fähigkeit, den Klienten als das zu akzeptieren, was er ist.

SHELDON Typologie von Sheldon + Kritik an klassischen Typologien (3x)

Sheldon kritisierte, dass Kretschmer seine Erkenntnisse nur durch unsystematische Beobachtung, nicht durch objektive Körperdaten gewonnen hatt. Der Versuch der Widerlegung mittels eines Körperbauindexes ist misslungen. 

  • endomorph (711): Verdauung - visceroton
  • mesomorph (171): Bindegewebe - somatoton
  • ektomorph (117): äußeres NS, Haut - zerebroton

Kritik:

  • aus Alltagserfahrung begründbar (nicht mehr als 3D) = kein diagnostischer Mehrwert
  • Rohracher: mitteldeutsche Bevölkerung: 10% „reine Typen“ (Kretschmer); 90% Mischtypen“.
  • Typologische Schluss nicht empirisch abgesichert = typologischer Trugschluss
  • Burchard (1936): Manisch- depressive sind durchschnittlich 50 Jahre alt, Schizophrene 30 Jahre; Körperform ändert sich von leptosom zu pyknisch.

STRELAU Temperament Inventory (KF) (2x)

Messungen von 3 Eigenschaften des Nervensystems (NS) auf Verhaltensebene:

  • Stärke der Exzitation (SE): je größer desto unsensibler gegenüber von Stimulation Frage: Ist der Mensch fähig unter ablenkenden Bedingungen effizient zu arbeiten ?
  • Stärke der Inhibition (SI): wie leicht ist Ausbildung und Aufrechterhaltung von konditionierten Hemmungen? SI erfasst die Fähigkeit Zurückhaltung auf den verschiedenen Verhaltensebenen zu üben, Handlungen zu unterbrechen oder zu verzögern
  • Mobilität nervlicher Prozesse (M); Flexibiliät → wie schnell und adäquat wird auf Änderungen in der Umwelt reagiert?

TERMAN Ergebnisse der Terman-Studie (LF 3x)

2 widersprüchliche Hypothesen

  • Harmoniehypothese („Mens sana in corpore sano“) Annahme eines positiven Zusammenhangs zwischen Hochbegabung und anderen Merkmalen
  • Divergenzhypothese („Genie und Wahnsinn“) Annahme eines negativen Zusammenhangs zwischen den beiden o.g. Merkmalen

Einige Ergebnisse der „Terman Studie“ über hochbegabte Kinder:

  • Kindheit: größer und gesünder, Grundschulleistungen weit überdurchschnittlich, ausgeprägte Neugier
  • Jugend: weiter überlegene Schulleistungen, positive Wirkung der Fördermaßnahme „Überspringen von Schulklassen“
  • Erwachsenenalter: intellektueller Vorsprung bleibt; überdurchschnittliche Produktivität


ZUCKERMAN Sensation Seeking (Zuckerman) (8x)

Thrill and Adventure Seeking

  • Experience Seeking (nonkonformistischer Lebensstil)
  • Disinhibition (Enthemmung, soziales Trinken, Aktivitäten)
  • Boredom Susceptibility (Abneigung gegen Monotonie)

Gesamtmaß korreliert mit Extraversion und Psychotizismus = .3 bis .4


Archiv

kommt spekulativ nicht

PERSÖNLICHKEIT Definition Persönlichkeitstheorie + Struktur, Prozess, Entwicklung beschreiben

GESCHLECHT Kognitive Geschlechtsunterschiede (3x)

GESCHLECHT Soziale Geschlechtsunterschiede (4x)

GRAY Extraversion-Introversion-Neurotizismus im bezug auf belohnung bzw. bestrafung(LF)

  • E sind nicht grundsätzlich schwerer zu konditionieren als I.
  • Esind unempfindlicher gegenüber Strafeund s'ensitiver für Belohnung.
  • Individuelle Stärke der Verhaltens-Hemmung und Verhaltens-Aktivierung 
  • → 2 unkorrelierte Dimensionen:
  1. Gehemmtheit bzw. Ängstlichkeit
  2. Aktiviertheit bzw. Impulsivität w
  • werden bei Messung von N + E miterfasst, Achsenrotation 45°

ReinforcementSensitivity.jpg

  • Ängstlichkeit bzw. Impulsivität stellen den jeweils steilsten Anstieg in Sensitivität gegenüber Bestrafungs- bzw. Belohungsreizen dar


EXTRAVERSION MULTITHEORETISCH Konstrukt Extra-Introversion in den verschiedenen Persönlichkeitstheorien (LF 4x)

BIG 5, NEO-FFI/P...

  • Extraversion: Wunsch nach Gesellschaft, heiter, optimistisch (nicht als Gegenteil von Introversion sehen!) - unipolar
  • Introversion is das Fehlen der extravertierten Tendenzen
  • korreliert mit folgendem r=.67

16 PF-R

bipolar; im second stratum source trait -

first stratum source trait: {gruppenabhängig, abenteuerlustig, fröhlich, anpassungsfähig} < surface traits

  • Extraversion (anschlussfreudig, gesellig)
  • Introversion (zurückhaltend, nachgiebig)

Eysenck

bipolar, versucht biologische, neuro Fundierung: Unterschiede primär in der Formatio reticularis, ARAS

  • Extravertierte: schwache exzitatorische Potentiale, schnell aufgebaute intensive inhibitorische Potentiale
    Stimulation notwendig (sucht Aktivierung)
  • Introvertierte: starke exzitatorische Potentiale, schwache Inhibitionsprozesse
    gerine Stimulation notwendig (Abschirmung)

Analytische Psychologie von Jung

Einstellungstyp: beschreibt E/I als Reaktionshabitus von Personen anhand Richtung ihrer psychischen Energie („Libido“) bipolar

→ besonders ausgeprägt in erster Lebenshälfte

  • - Extravertierte: positives Verhältnis zum Objekt („Du“)
    Orientierung an äußeren Normen, Zeitgeist, Libido richtet sich an Außenwelt
  • - Introvertierte: negatives Verhältnis zum Objekt
    Orientierung an inneren subjektiven Faktoren, Libido richtet sich in Innenwelt


PERSÖNLICHKEITSTHEORIEN Kriterien für Persönlichkeitstheorie

PERVIN Begriff "Theorie" und Kriterien für eine nützliche Theorie (2x)

Reflexivität/Impulsivität (11x)

STRELAU Reaktivität/Aktivität von Strelau erklären (10x)

WITKIN: Feldabhängigkeit, Feldunabhängigkeit (9x)

Termin: 18. März 2005


1.) Nach welchen Kriterien entscheidet sich wie „wertvoll“ eine Theorie ist. (Skriptum Seite 5)
2.) Biologische Grundlage der E/I-Dimension (Skriptum Seite 33)
3.) Entwicklung des Geschlechtsverständnisses beim Kind (Seite 80f)
4.) Kreativität und Intelligenz (Seite 92ff)
5.) Modifikation der Theorie von Eysenck durch Gray (Seite 36f)
6.) Langfrage: Heritabilitätsschätzung mit Formel


Termin: SS 2003 (4. Termin)

1. Big Five +Vorläufer und Kritik
2. 3 Hauptfragen der Persönlichkeitspsychologie
3. Heritabilitätsschätzer: Interpretation + warum keine seriöse Fragestellung
4. Reaktivität – Aktivität
5. Intelligenz als Teil von Kreativität
6. LF: Jungs analytische Psychologie


Termin: SS 2003 (3. Termin)

• Repression vs. Sensitization
• Die Terman Studie
• Veränderungen in der Entwicklung (?)
• Geschlechtsrollenorientierung (Phase II)
• Die „Big Five“
• Langfrage: Anlage-Umwelt Forschung und Erblichkeitsschätzer

Termin: SS 2002 (3. Termin)

1. Definitionsmöglichkeiten von Hochbegabung ( 3 Arten) [3 Punkte]
2. Studien an Heimkindern als Methode zur Analyse der Anlage-/Umweltproblematik [3 Punkte]
3. Unterschiede zwischen verschieden kreativen Personen hinsichtlich ihrer Persönlichkeit [3 Punkte]
4. Definieren Sie den Begriff „Persönlichkeitstheorie“ [3 Punkte]
5. Persönlichkeitstheorie von R.B.Cattell [3 Punkte]
6. Das Persönlichkeitsmerkmal „Neurotizismus“ im Lichte unterschiedlicher Persönlichkeitstheorien [5 Punkte (Langfrage)]

Termin: SS 2002 (2. Termin)

- Menschenbild des Humanismus; Struktur und Persönlichkeit nach Rogers
- Definition der Begriffe: Gen, Phänotyp, dominant-rezessiver Erbgang
- Was versteht Eysenck unter der transmarginalen Hemmung
- Zusammenhang von E/I und Belohnungssensitive/Bestrafungssensitive nach Gray
- Kognitiver Stil: Impulsivität
Langfrage: Kreativität und Persönlichkeit

Termin: SS 2002 (1. Termin)

-Persönlichkeitstheorie von C. Rogers
- Modell von Jansen umweltbedingter Varianzanteil
- Zusammenhang von Kreativität uns Intelligenz
- Anlage- Umweltproblematik im Zusammenhang mit der Zwillingsforschung
- Terman Studie
- Zusammenhang von Extraversion/Introversion, Neurotizismus und Belohnungssensitive, Bestrafungssensitive