Chemische Kommunikation (beim Menschen)

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Ein Beispiel für chemische Kommunikation beim Menschen ist die Synchronisierung des Menstruationszyklus bei gemeinsam lebenden Frauen.[i] Dieses Phänomen tritt aufgrund chemosensorischer „Wahrnehmung“ verschiedener Substanzen auf, die im Sekret der jeweiligen Person befindlich sind, welches je nach Phase des Zyklus eine andere Zusammensetzung aufweist. [ii] [iii] Die genaue Substanzzusammensetzung ist jedoch nicht bekannt.

Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass Gerüche Auswirkungen auf menschliche Verhaltensweisen haben. So fanden Jacob und McClintock (2000), dass sich die Stoffe Androstadienon und 1,3,5(10)16 Estatetraen-3-ol, geschlechtsdimorph auf die Stimmung auswirken. [iv]



[i] McClintock, M.K. (1971). Menstrual synchrony and suppression. Nature 229: 244-245.

[ii]Stern, K. & McClintock (1998). Regulation of ovulation by human pheromones. Nature 392: 177-179.

[iii] Whitten, W.K. (1999). Pheromones and regulation of ovulation. Nature 401: 232-233

[iv] Jacob, S. & McCiltock, M.K. (2000). Psychological state and mood effects of steroidal chemosignals in women and men. Horm. Behav 37: 57-78.